Förderverein Kommende befürchtet Engpass

Von: zts
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Siersdorf. In dem Bemühen des Fördervereins Kommende Siersdorf um die Bestandssicherung der Ordensburg aus dem 16. Jahrhundert sind die fortlaufenden Sicherungsmaßnahmen zurzeit vorerst eingestellt worden.

Nach den zunächst positiv beschiedenen Anträgen auf Fördergelder vom Bund und Land Nordrhein-Westfalen aus dem Programm „National wertvolles Kulturdenkmal“ ist es aufgrund der im aktuellen NRW-Haushalt begrenzten Mittel für die Denkmalpflege unwahrscheinlich, dass derzeit weitere Mittel zur Verfügung gestellt werden können.

Sowohl der Parlamentarische Staatssekretär und Dürener CDU-Bundestagabgeordnete Thomas Rachel wie auch die Landtagsabgeordneten Gudrun Zentis (Grüne) und Peter Münstermann (SPD) haben sich in der Angelegenheit des weiteren Förderprogramms für die Kommende an die Landesregierung gewandt. Dies unterstreichen die in der Landesregierung verantwortlichen Abgeordneten Zentis und Münstermann sogar in einem gemeinsamen Schreiben an die Minister Michael Groschek (Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr) und Harry Voigtsberger (NRW-Stiftung, Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege).

In den Schreiben heißt es unter anderem: „Das im Zweiten Weltkrieg stark beschädigte Herrenhaus der Siersdorfer Kommende wird seit Ende 2012 mit Sicherungsarbeiten für den Fortbestand des Gebäudes saniert. Nun hat sich aber der beim Projekt federführende Förderverein Kommende Siersdorf e. V. an uns gewendet, da mit der Durchführung der Maßnahmen erhebliche Mehraufwendungen erforderlich sind und damit die Durchführung und die Nachhaltigkeit der Gesamtmaßnahme bedroht sind.

Zudem ist die gewährte Bundesförderung immer an eine entsprechende Landesförderung aus dem Denkmalförderprogramm geknüpft. Bliebe es bei der für die Jahre 2012/13 ausgehandelten Förderquote, würde dies bedeuten, dass der Förderverein vom Land jeweils 41.500 Euro in den Jahren 2014 bis 2016 aus denkmalpflegerischen Mitteln benötigt. Da es sich um eine dringend benötigte Bestandssicherung handelt, wurde zudem zwischen Bund und Land eine Förderquote von 90 Prozent ausgehandelt (60 Prozent Bund, 30 Prozent Land und 10 Prozent Eigenanteil).“

An Minister Groschek gewandt, heißt es abschließend: „Wir wenden uns daher mit der Bitte an Sie, die benötigten Landesmittel für die Sicherungsarbeiten am Herrenhaus der Kommende Siersdorf in den kommenden Haushaltsjahren bereitzustellen!“

An Minister Voigtsberger appellieren die Landtagsabgeordneten, „prüfen zu lassen, ob und im welchem Umfang eine Förderung zum Erhalt des Herrenhauses Kommende Siersdorf im Rahmen der Heimat- und Kulturpflege durch die NRW-Stiftung möglich ist“.

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