Jülich - Förderbescheide für Bioökonomie-Projekte

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Förderbescheide für Bioökonomie-Projekte

Von: Kr.
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In diesem Labor im Forschungszentrum Jülich entstehen die Chips, auf deren Oberfläche die Zellen wachsen und somit zu biotechnologischen Werkzeugen werden. Foto: Kròl

Jülich. Für die Mitarbeiter des Bioecenomy Science Center am Forschungszentrum Jülich war es ein guter Tag: Fast vier Millionen Euro, bestimmt für die beiden Projekte MIE (Molecular Interaction Engineering) und OptoSyS, bei dem Licht als Informationsträger für die Biotechnologie verwandt wird, erhielt die Einrichtung.

Dies bedeutet nicht nur eine verstärkte Förderung für diese Wissenschaftszweige, es ist auch eine Bestätigung für engagierte Arbeit der Mitarbeiter. Prof. Wolfgang Wiechert, der gemeinsam mit Prof. Jürgen Hubbuch (Karlsruhe) am Netzwerk MIE arbeitet und Prof. Karl Erich Jaeger, der das Verbundprojekt OptoSys betreut, hießen den Schecküberbringer, den parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel, willkommen und gaben eine kurze Einführung in ihre Arbeit.

So erklärte Wiechert, dass es vor fünf Jahren, als man mit der Arbeit begann, in der Helmholtz Gesellschaft noch schwierig war, einen Zusammenschluss zu erwirken. Es wurde dort nur wenig biologisch-technisch gearbeitet. Wissensbasierte Bioökonomie ist der Sammelbegriff unter dem man nun tätig ist. Bei MIE geht es vor allem darum, biotechnologische Werkzeuge zu produzieren. „Druckbare Biologie“ nannte Wiechert sie.

Unter kontrollierten Bedingungen wachsen Zellen in dünnen Schichten auf technischen Oberflächen und diese Chips sollen in Lebensmitteltechnik, Molekularbiologie, medizinische Diagnostik und pharmazeutischer Industrie ihren Einsatz finden. Enorme Möglichkeiten eröffnet auch das noch junge Fachgebiet Optogenetik, an dem im Verbund Wissenschaftler des Forschungszentrums, der RWTH Aachen und der Heinrich Heine Universität Düsseldorf arbeiten. Ihr Ziel ist es, einen ontogenetischen Baukasten aus verschiedenen Lichtrezeptoren und fluoreszierenden Proteinen zu konstruieren.

1,36 Millionen Euro erhält das FZJ für dieses Projekt. 2,6 Millionen Euro gingen an MIE, an dem neben dem FZJ und Karlsruhe auch das Helmholtz Zentrum Geesthacht beteiligt ist. „Mit dem Aufbau einer wissensbasierten Bioökonomie wollen wir den Wandel hin zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise vorantreiben. Durch die Zusammenarbeit mit benachbarten Universitäten stellt die Region ihre Innovationskraft eindrucksvoll unter Beweis“, erklärte Thomas Rachel bei der Übergabe der Zuwendungsbescheide.

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