Jülich - „Flammenzauber”: Feuriges Duell am Himmel

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„Flammenzauber”: Feuriges Duell am Himmel

Von: ng
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Ein faszinierendes Feuerwerksspektakel begeisterte am Freitag und Samstag im Brückenkopfpark. Foto: Sven Lüdecke

Jülich. „Wow, das ist ja fantastisch”, rief eine Zuschauerin beim großen Feuerwerk des Schweizer Pyrotechniker-Teams im Brückenkopf-Park entzückt.

Zu Tausenden waren die Menschen in den Stadtgarten geströmt, um bei der dritten Auflage des Internationalen Feuerwerksfestivals „Flammenzauber” dabei zu sein, bei dem sich Feuerwerkskünstler aus der Schweiz und Südafrika ein feuriges Duell lieferten und am Jülicher Nachthimmel an zwei Abenden die Funken fliegen ließen.

Bewaffnet mit Picknickdecken und Handtüchern kamen die Besucher schon am frühen Abend auf das großflächige Gelände und suchten sich schöne Plätze auf den zahlreichen Hügeln und Wiesen, die einen wunderbaren Blick auf das Feuerwerk versprachen.

Freudig ging es auch vor dem Gelände des Park zu: Zuschauer, die keine Eintrittskarte für den Park ergattern konnten oder wollten, bevölkerten bereits am frühen Abend die Grünflächen an der Rur, um das Spektakel von außerhalb zu betrachten.

Bis zum Highlight des Abends versüßten Musiker und ein buntes Rahmenprogramm den Wartenden im Park die Stunden. So klang über das gesamte Gelände der Sound der Band „Jelly Green”, die im Zeltpalast für tolle Stimmung sorgte. Bei den Klängen von Amy Winehouses „Valerie” schwangen nicht nur im Zelt, sondern auch auf den Grünflächen viele Menschen das Tanzbein.

Feuerfontänen und Artistik

Im gesamten Park drehte sich an den beiden Abenden des „Flammenzaubers” alles um das Thema Licht und Feuer, was der Szenerie im Park einen ganz besonders phantasiereichen Anstrich gab. Feuerfontänen und zauberhafte Lichtobjekte in bunten Farben luden zum Anschauen, Verweilen und Träumen ein. Artisten auf Einrädern und Gaukler begeisterten vor allem die kleinen Gäste, die sich die Zeit bis zum großen Feuerwerk auf dem Spielplatz des Stadtparks spielend leicht vertrieben. So verging die Zeit bis zum großen Auftritt der Pyrotechniker schnell.

Als die Veranstalter nach Eintritt der Dunkelheit den Beginn des Feuerspektakels verkündeten, wurde es plötzlich ganz still auf dem riesigen Gelände, und alle Köpfe wandten sich zum Himmel. Aus den riesigen Musikboxen drangen am Freitag erste Klänge der Band U2, kurz darauf versprühten am Boden bunte Feuerwerksfontänen ihre glitzernden Funken bis zu vier Meter in die Luft. Die Schweizer Firma Hamberger zog bei ihrem großen Auftritt sämtliche Register ihres Könnens, denn für sie ging es um den Sieg gegen Michael Robinson und sein Team aus Südafrika.

Zwei Heiratsanträge

Nahezu 15 Minuten lang jagte bei einem gekonnt zusammengestellten Hitsampler mit Songs der Bands U2 und Dire Straits eine Rakete die nächste und erhellte mit bunten Funken den Nachthimmel. Im Gleichklang mit Mark Knopflers einzigartigen Gitarrenriffs bei dem Klassiker „Sultans of Swing” rockten die bunten Raketen den Himmel und tanzten im Zusammenspiel von Musik und Feuer wild am Firmament. Beim Song „With or without you” der irischen Rockband U2 ging es dann ganz romantisch zu. Dramatisch zeichneten die Feuerwerkskörper silberne Wasserfälle und goldenen Regen an den Nachthimmel.

Eng umschlungen standen Verliebte im Stadtpark und genossen gemeinsam das Spektakel am Himmel. Kein Wunder, dass sich bereits am Freitagabend mindestens zwei Männer verzaubert von der Musik und dem grandiosen Spektakel am Himmel in die Knie zwingen ließen, um ihrer Herzdame einen Heiratsantrag zu machen, wie der DJ nach dem Feuerwerk verkündete. Beim großen Finale nach 13 Minuten waren die Zuschauer aus dem Häuschen und applaudierten begeistert.

Langes Warten auf Entscheidung

Wie es der Jury gefallen hat, die am zweiten Tag den Sieger krönte, erfuhren die Zuschauer allerdings erst am Samstag. Auch am zweiten Abend des Festivals war die Begeisterung groß. Nach Einbruch der Dunkelheit verwandelte Michael Robinson aus Südafrika mit seinem Team den Himmel zur Musik aus dem Disney-Film „Der König der Löwen” in eine gigantische Leinwand, auf die er eine Komposition aus Feuer und Farbe malte.

Mit seinem Zusammenspiel aus Musik und Funken zauberte er Dramatik an das nächtliche Firmament. In seiner Choreographie ergossen sich glitzernde Blätter und Trauerweiden über den Himmel. Bunte Wiesen malte der Südafrikaner an den Nachthimmel.

Voller Spannung erwartete man die Entscheidung der Jury. Nicht nur für die Juroren war es nicht leicht zu sagen, wer die bessere Himmelskunst abgeliefert hatte, doch es konnte nur einen Sieger geben. Kurz vor Mitternacht wurde das Votum verkündet: Gewinner des Duells am Himmel war das südafrikanische Feuerwerk.

12.000 Besucher und eine Windhose

Die Besucherzahlen beim dritten „Flammenzauber” im Brückenkopf-Park waren in Ordnung, wie unsere Zeitung erfuhr. Mit 5000 zahlenden Gästen am Freitag und 7000 am Samstag erreichte die Show praktisch die Vorjahreszahlen. „Eine Neuauflage soll es geben”, bestätigte der stellvertretende Park-Geschäftsführer Hans-Josef Bülles erste Signale der Veranstalter.

Einen überraschenden Schaden verursachte am Samstagmorgen eine kleine Windhose, die nach Mitteilung von Hajo Bülles über den Stadtgarten gezogen ist. Sie riss fünf Zelte der Feuerwerks-Budenstadt mit sich.
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