Jülich - Fitness oben, Hobby-Eisenbahn im Keller

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Fitness oben, Hobby-Eisenbahn im Keller

Von: ptj
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Die Tischtennisplatte wird eingeweiht: Jugendliche zeigen sich begeistert vom neuen Jugendheim im KuBa und liefern sich ein Tischtennisduell mit Publikum. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Der Kulturbahnhof ist in wachsendem Maße ein Haus der Vereine. Das ist ins öffentliche Bewusstsein noch nicht vorgedrungen”, brachte es der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Gunia bei der Eröffnung des „Tags der offenen Tür” im KuBa auf den Punkt.

Nicht in Massen, aber kontinuierlich nutzten Jülicher Bürger die Möglichkeit, Einblicke zu nehmen. Prunkstück des Tages war das noch nicht offiziell eröffnete 220 Quadratmeter große städtische Jugendheim, neu gebaut mit Fördermitteln von Stadt und Kreis.

Eine Außentreppe aus Leichtmetall führt zu dem attraktiven Neubau mit vielen Glasflächen im Obergeschoss. Geräumige Zimmer in Weiß und diversen Farben bieten ein sehr umfangreiches Sportangebot: Tischtennisplatte und Kicker sind bereits vor Ort, der Billardtisch wird noch geliefert. Sandsäcke, Klettergerüst und Bauchtrainer komplettieren den Trainingsbereich.

Ein Medienraum mit Playstation und Internet erwartet die jugendliche Klientel genauso wie ein Werkraum mit neuen Werktischen und einem Überbleibsel aus dem alten Jugendheim.

Bestaunt wurden auch der gemütliche Mädchenraum und die schön gestaltete Küche mit riesiger Küchenzeile, Spülmaschine und Kühlkombination, von der manche Hausfrau nur träumen kann. Gute Resonanz erfuhr das offene Bürgerschießen in der Schießanlage der St. Rochus-Schützen im Keller, wo bis zum Morgen das „Prominentenschießen” stattgefunden hatte.

Sybilla Wolter, Vorsitzende des Frauennetzwerkes beklagte: „Mit Besuchern haben wir nie Probleme, uns fehlen aber Mitglieder. In 20 Jahren ist unsere Mitgliederzahl von 85 auf 25 geschrumpft.” Viele Kurse, Workshops und Themenabende von Frauen für Frauen werden in den Vereinsräumen angeboten, zudem werden Fahrten und Wanderungen organisiert. Am meisten nachgefragt sei die „Konfliktsituationsaufstellung”. Finanzielle Sorgen habe das Frauennetzwerk hingegen nicht.

Rose-Marie Kommnick, Vorsitzende des Vereins „Die kleinen Hände” betonte hingegen: „Die Not ist merklich größer geworden. Wir freuen uns über die kleinste Spende. In diesem Jahr haben wir über 100 Kindern geholfen”. Ihr gefällt das „ nette Miteinander”.

Strahlend erzählt Vorsitzender Rudi Haas von einem kleinen Jungen, der wusste, dass sich der Eisenbahn-Amateurclub im KuBa befindet und unbedingt den Fahrbetrieb der tollen Anlage in dem fünf mal acht Meter großen Raum testen wollte. „Alles andere war egal”.

Besonders interessant ist die Streckenführung in einen Nebenraum, in dem Züge in Bereitschaft stehen. Die Verständigung funktioniert per Telefon, verdeckte Streckenabschnitte werden über Monitore kontrolliert.

Der Behindertensportverein präsentierte sein Angebot für Behinderte: Wassergymnastik und Schwimmen montags und freitags im Jülicher Hallenbad zählen genauso dazu wie ein Gymnastikangebot (ebenfalls freitags) in der kleinen Turnhalle in der Berliner Straße. Die Sportgemeinschaft verfügt über genügend ausgebildete Übungsleiter.

Live-Musik, Tanz- und Filmvorführungen, kurze Theaterstücke, Hüpfburg und Schminkstand komplettierten das Angebot am Veranstaltungstag. Nicht zuletzt freuten sich die Besucher über die neue, saubere Toilettenanlage zwischen Kneipe und Vorführungsraum des Vereins „Kultur im Bahnhof”, der bekanntermaßen die meisten Räumlichkeiten bewirtschaftet.
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