Fingerzeig des Bürgers ist gefragt

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Wohin Jülich? Das fragen für Jülichs überparteiliche Liste die Bürger Heinz Frey und Detlef Tzrolek (r.). Foto: Stüber

Jülich. Woran leidet Jülich? Am fehlenden Leitbild! Das sagt die Unabhängige Wählergemeinschaft, Jülichs überparteiliche Liste (JüL) - und will den Mangel abstellen. Letztlich geht es um die schlichte, aber wichtige Frage, wo es mit Jülich langgehen soll.

Es geht um Zieldefinitionen, Wegbeschreibungen und Festschreibung von Verantwortlichkeiten bei der Zukunftsgestaltung. Das alles soll im intensiven Dialog mit den Jülicher Bürgern erarbeitet werden, sagen Heinz Frey und Detlef Trzrolek. „Bürger, Unternehmer, Handel, Gewerbe, soziale Einrichtungen, Verwaltung, Politik ... ja wir Jülicher sollten alle gemeinsam die Zukunft aktiv selbst gestalten”, heißt es in einem Aufruf von JüL.

Gäbe es ein Leitbild, an dem man sich bei der Stadtentwicklung orientieren könnte, „dann müssen wir nicht bei jedem neuen Baugebiet, bei jedem neuen Bauprojekt, bei jeder Änderung bzw. Neuerung der Schullandschaft mit den Diskussionen wieder ganz von vorne beginnen”, argumentiert die Wählergemeinschaft.

„Wir glauben, Jülich hat eine Menge Chancen und Probleme”, sagt Frey. Der kleinste gemeinsame Nenner, der Slogan historische Festungsstadt, moderne Forschungsstadt helfe da bei der Zukunftsgestaltung nicht weiter. Als ein Beispiel für die Konzeptionslosigkeit nennt er den Disput um die Realschule. „Da hat keiner einen Plan.” Die JüL hält den Ansatz für zu kurz gegriffen, nur über den Umzug ins Schulzentrum Linnicher Straße oder die Sanierung am Standort zu diskutieren „Letztlich liegt hier die Chance zur Neugestaltung der Schullandschaft im Nordkreis”, denkt Frey vor.

Sollte nicht auch das Thema fehlende Gesamtschule im Nordkreis angesprochen werden? Dies und noch viel mehr will die Wählergemeinschaft mit den Bürgern bereden und gestalten. Die JüL bereitet einen Bürgerantrag als „Initialzündung” zur Erstellung eines Leitbildes vor. Dieser soll von möglichst vielen Bürgern unterschrieben werden.

„Wir wollen das möglichst aus der normalen politischen Diskussion heraushalten und eine breite Basis schaffen”, sagte Frey. Mit diesem Antrag wird sich dann doch die Politik, genauer der für Anregungen und Beschwerden zuständige Haupt- und Finanzausschuss befassen müssen.
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