Aldenhoven - Finanzielle Lage in Aldenhoven bleibt trübe

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Finanzielle Lage in Aldenhoven bleibt trübe

Von: gep
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Aldenhoven. Die finanzielle Lage der Gemeinde Aldenhoven wird sich in naher Zukunft nicht grundlegend bessern. Der Haushaltausgleich kann auch in den nächsten Jahren nicht geschafft werden.

Im laufenden Jahr weist das Zahlenwerk einen Fehlbetrag von 5,8 Millionen Euro aus, Aufwendungen von 29,25 Millionen Euro stehen nur Erträge von 23,44 Millionen Euro gegenüber, bilanziert Bürgermeister Lothar Tertel.

Gegenüber dem Haushaltsentwurf vom März dieses Jahres haben sich keine nennenswerten Veränderungen ergeben - bis auf Mehrausgaben von insgesamt knapp 7000 Euro für eine Schulentwicklungsstudie und den Beitrag zum Feuerwehrverband, andere Mehrkosten wurden durch Sparmaßnahmen wieder hereingeholt.

Am Donnerstagabend wird der Gemeinderat ab 18 Uhr im Ratssaal über die Haushaltssatzung 2011 und das Haushaltssicherungskonzept beschließen, die aber keine Aussicht haben, von der Kommunalaufsicht genehmigt zu werden. So muss die Gemeinde mit einem Nothaushalt wirtschaften.

Eigenkapital schrumpft

Der Fehlbetrag von 5,8 Millionen verringert das Eigenkapital der Gemeinde weiter - um knapp ein Drittel. Damit droht spätestens 2014 die Überschuldung.2007 bei der Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) hatte das Eigenkapital knapp 30 Millionen Euro betragen. Durch die Fehlbeträge in den Haushaltsjahren 2007 bis 2010 schmolz es auf noch 18 Millionen Euro Anfang 2011 zusammen.

Allerdings hat die Landesregierung inzwischen einen Krisentopf für chronisch klamme Kommunen eingerichtet, hier stehen ab diesem Jahr 350 Millionen Euro zur Verfügung. Auch ist die Frist zum Haushaltsausgleich auf zehn Jahre gestreckt worden.

Wegen der vergleichsweise hohen Soziallasten erhält Aldenhoven schon mehr Geld aus Düsseldorf. Waren es 2010 noch vier Millionen Euro, so sind es im laufenden Jahr 4,6 Millionen Euro.

Die 600.000 Euro setzen sich aus 240.000 Euro bei den Schlüsselzuweisungen aus dem (bei der NRW-CDU umstrittenen) Gemeindefinanzierungsgesetz 2011, 180.000 Euro Anteil an der Grunderwerbssteuer des Landes und aus einem Betrag von 180.000 Euro zusammen, der davon herrührt, dass kürzlich die Bundesergänzungszuweisungen für Ostdeutschland reduziert worden sind, wovon wiederum die westlichen Bundesländer profitieren.

Von diesen 600 000 Euro gehen aber, so rechnet Tertel vor, zwei Drittel per Umlage an den Kreis Düren. „600.000 Euro helfen uns wenig”, so der Bürgermeister.

Und er erinnert daran, dass 2011 aus Aldenhoven insgesamt zehn Millionen Euro nach Düren überwiesen würden. Dies entspräche der Summe aus Schlüsselzuweisungen und den drei Kommunalsteuern.
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