Müntz - Feuerwehrhaus für 470.000 Euro auf dem Altenheim-Areal

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Feuerwehrhaus für 470.000 Euro auf dem Altenheim-Areal

Von: hfs.
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Soll ebenfalls abgerissen werden: Die alte Volksschule in Müntz, in der noch die Feuerwehrgarage untergebracht ist. Eine neue Unterkunft erhält die Löschgruppe auf dem Areal des Josefhauses. Foto: hfs.

Müntz. Das Ortsbild von Müntz wird sich nachhaltig verändern. Wenn sich Dienstagabend der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Wirtschaftsförderung der Gemeinde Titz zu seiner ersten Sitzung in diesem Jahr um 19 Uhr im Bürgersaal des Rathauses trifft, dann entscheidet man darüber, wie denn die neue „Müntzer Mitte“ aussehen wird.

Zum einem nach dem bereits beschlossenen Abriss des ehemaligen Josefhauses, zum anderen durch die angedachte Umgestaltung des Platzes vor der Bürgerhalle, wo sich noch die alte Volksschule befindet.

Bereits vor exakt zwei Jahren, am 17. Februar 2011, einigte sich der Ausschuss über ein Baukonzept, welches nach dem Abriss des seit vielen Jahren ungenutzten Josefhauses – die ersten Abrissarbeiten fangen am Freitag dieser Woche an – umgesetzt werden soll. Anstelle des früheren Hauptgebäudes am Altenheim soll an gleicher Stelle eine neue Unterkunft für die Feuerwehr errichtet werden.

750 Quadratmeter

Dafür wird eine Fläche von rund 750 Quadratmeter des insgesamt rund 3000 Quadratmeter großen Areals benötigt. Da die Gemeinde die dieses Grundstück des Altenheim-Areals vom Bistum Aachen in Erbpacht erworben hat, würde für diesen geplanten Bereich ein jährlicher Erbpachtzins von 2057 Euro anfallen.

Was die Bauausführung anbelangt, soll in der neuen Feuerwehrgarage Platz geschaffen werden für zwei Fahrzeuge, zusätzlich zu einem kleinstmöglichen Sanitärtrakt mit Aufenthaltsraum. Dafür sind Kosten von rund 385 000 Euro geplant, hinzu werden Ver- und Entsorgungseinrichtungen sowie die Gestaltung des Außenbereiches mit 85.000 Euro veranschlagt. Nach diesem Konzept müssen die Gemeindeväter rund 470.000 in die Hand nehmen. Bisher verfügen die Müntzer Wehrleute über eine Feuerwehrgarage in der alten Schule. Dieses als Volksschulgebäude muss jedoch dringend saniert werden. Wovon Experten allerdings abraten.

Denn die veranschlagten Kosten würden die Neubaukosten für ein neues Feuerwehrgerätehaus bei weitem überschreiten. Und selbst bei einer Sanierung des Altobjektes würde jedoch eine Unterbringung der Löschgruppe nicht den gleichen Standard wie in einem neuen Gerätehaus erreicht.

Da die Abrisskosten und die nachfolgenden Sanierungsarbeiten an dem gesamten Grundstück mit rund 60.000 Euro veranschlagt sind, errechnet sich für die Gemeinde eine Kostenersparnis von gut 360.000 Euro. Durch die Verlegung der Feuerwehr würde, so eine weitere Argumentation, die Bürgerhalle eine Attraktivitätssteigerung erfahren. Insbesondere durch die Neugestaltung des Vorplatzes. Und was die feuerwehrtechnischen Aspekte anbelangt, bietet ein Neubau am neuen Standort wegen seiner zentralen Lage nicht nur eine optimale Verkehrsanbindung, sondern auch die Möglichkeit, später einzelne Löschgruppen unter einem Dach zusammenzuführen.

Mit der Realisierung des Neubaus, der Neugestaltung des Vorplatzes sowie die Vermarktung der Restfläche des Altenheims zwecks Wohnbebauung soll die Gemeindeentwicklungs-Gesellschaft beauftragt werden.

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