Jülich - Feuerwehr-Großeinsatz an alter FH nur eine Übung

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Feuerwehr-Großeinsatz an alter FH nur eine Übung

Von: ma.ho.
Letzte Aktualisierung:
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Mitglieder der Werksfeuerwehr des Forschungszentrums Jülich bauten einen „Kontaminationsnachweisplatz” auf, um Wehrleute auf eventuelle Kontamination zu überprüfen. Foto: Horrig

Jülich. Eine groß angelegte Übung der Freiwilligen Feuerwehr Jülich versetzte zahlreiche Anwohner der Jan-von-Werth-Straße, des Ginsterweges und der Haubourdin Straße am Samstag in Staunen und Aufregung. Endlos reihten sich Feuerwehrfahrzeuge aneinander.

Gegen 10.15 Uhr ging plötzlich der Alarm. Gemeldet wurden spielende Kinder nahe dem ehemaligen Gebäude der Fachhochschule sowie unklare Rauchentwicklung aus zwei Gebäudeteilen.

Sofort setzte man den Ersten, Dritten und Vierten Löschzug der Jülicher Wehr in Bewegung. Zahlreiche Einsatzfahrzeuge fuhren mit Blaulicht und Sirene durch Jülich. Fragend schauten Passanten hinterher, doch zum Glück war das nur eine Übung.

Die Wehrleute erkundeten zunächst Lage. Danach begannen sie mit dem Aufbau der Wasserversorgung und der Suche nach vermissten Personen in den unter Qualm stehenden Gebäuden. Dabei stellten sie fest, dass sich vermisste Personen auch in einem Gebäude befanden, in dem eventuell radioaktive Strahlung freigesetzt worden war.

Sofort wurden der Löschzug 2 und der ABC-Zug 501 alarmiert - das sind Einheiten der Feuerwehr der Stadt Jülich, der Gemeinde Titz und der Stadt Linnich zur Gefahrenabwehr bei Unfällen mit atomaren, biologischen und chemischen Gefahrstoffen sowie Spezialkräfte aus dem Forschungszentrum Jülich (FZJ).

Unter schwerem Atemschutz fanden die Wehrleute im Bereich der Werkstätten vier Vermisste und drei im Bereich des Strahlenschutzes. Die Werksfeuerwehr des FZJ baute einen „Kontaminationsnachweisplatz” auf. Hier wurden alle Kräfte untersucht, die sich innerhalb des Strahlenschutzbereiches aufhielten.

Die Leitung der Einsatzübung, an der sich rund 120 Feuerwehrleute mit 35 Fahrzeugen beteiligten, lag bei Brandoberinspektor Wolfgang Gerhards. Vorsichtshalber wurden einige Feuerwehrleute und Fahrzeuge für den Ernstfall in Bereitschaft gehalten.

Im Anschluss an die Übung, die bis 12.30 Uhr lief, trafen sich die Beteiligten zu einer kurzen „Manöverkritik” im Hörsaal. Wenn sich auch hier und da noch Verbesserungspotenzial aufzeigte, war Stadtbrandinspektor Udo Diß, recht zufrieden mit den Ablauf. Die Kommunikation untereinander lief anfangs nicht ganz reibungslos, doch nach Anfangsschwierigkeiten wurde es besser.

„Dafür sind Übungen da”, so Diß, der sich mit dieser Übung unter anderem ein Bild von der Zusammenarbeit der Feuerwehren untereinander machen wollte. Die Jugendfeuerwehr sorgte nach Beendigung der Übung für das leibliche Wohl der Teilnehmer.
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