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Feines Schlosskonzert mit dem „Trio Manno“

Von: rb
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Erik Schuman an der Violine, Nenad Lecic am Piano und Ralph Manno an der Klarinette (v.l.) begeisterten das Publikum. Foto: Blanche

Jülich. Es war recht turbulent zugegangen, als sich der Pianist Henri Sigfridsson kurz vor dem neuerlichen Konzert aus der Reihe „Jülicher Schlosskonzerte“ eine Handverletzung zuzog und man das Programm noch kurzfristig umstellen musste. Wohl zur Erleichterung der vielen Anhänger der Jülicher Konzertreihe, die traditionell in der Schlosskapelle stattfindet, sprang kurzfristig Nenad Lecic, ein erstklassiger Pianist aus Serbien ein und ergänzte das „Trio Manno“ um Ralph Manno und Erik Schuman.

Mit leichten Modifikationen das Programm betreffend konnte das Konzert so doch noch stattfinden. Unter dem Leitthema „Krieg“ präsentierte das Trio, das die Moderation des Abends selbst übernahm, eine Auswahl an hochanspruchsvollen Stücken aus dem frühen 20. Jahrhundert, die sich mit dem Leben der Menschen während des Krieges befassen.

Darius Milhauds Suite für Klarinette, Violine und Klavier aus dem Jahr 1937 trägt den Namen „Le Voyageur sans baggage“ und erzählt die Geschichte eines Kriegsheimkehrers, der sein Gedächtnis verloren hat. Mit jener Suite gelang dem „Trio Manno“ ein Einstieg in den Konzertabend, der in seiner Virtuosität beeindruckende Bilder in den Köpfen der vielen Zuhörer entstehen ließ und von der ersten Minute an den hohen künstlerischen Anspruch der Darbietung untermauerte. Ralph Manno, der Kopf des Trios, gehört zu den besten Klarinettisten seiner Generation. Der Stipendiat der Herbert-von-Karajan Akademie wurde unter anderem bereits mit 29 Jahren auf eine Klarinettenprofessur an der Kölner Musikhochschule berufen und zeigte während des Konzerts sein ganzes Können. Mit Béla Bartóks „Kontraste“ – Tänze für Klarinette, Violine und Klavier aus dem Jahr 1938 bewiesen die drei Kammermusiker, wie gut es gelingen kann, mit Melodien ganze Geschichten zu erzählen.

Es folgten Sonaten von Francis Poulenc und Claude Debussy sowie Aram Chatschaturjans „Trio für Klarinette, Violine und Klavier“ aus dem Jahr 1932, mit dem gleichzeitig der glanzvolle Schusspunkt einer erstklassigen musikalischen Darbietung gesetzt wurde. Das nächste Schlosskonzert findet übrigens am 18. Januar 2015 mit „The Twiolins“ in der Schlosskapelle statt.

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