Jülich - Exzellenz-Preis belohnt herausragende Leistungen

Exzellenz-Preis belohnt herausragende Leistungen

Von: hfs.
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Prof. Dr. Achim Bachem (l.) un
Prof. Dr. Achim Bachem (l.) und Prof. Dr. Dirk Bosbach (r.), Leiter des Instituts für Nukleare Entsorgung und Reaktorsicherheit des Forschungszentrums, gratulierten Dr. John Kettler zum Exzellenzpreis. Foto: hfs.

Jülich. Wieviel Blei, Cadmium oder Quecksilber sich in Anfallfässern für radioaktives Material befinden, kann in Zukunft exakt bestimmt werden - dank eines von Dr. John Kettler vom Forschungszentrums Jülich entwickelten Verfahrens.

Für dies erhielt er in einer Feierstunde im Zentrum den mit 5000 Euro dotierten Exzellenz-Preis. Ebenfalls ausgezeichnet und mit 5000 Euro belohnt wurde Dr. Nina Richter, die drei Enzyme identifiziert hat, die in biotechnologischen Prozessen als Beschleuniger chemischer Reaktionen wirken. Die Auszeichnungen erfolgten im Rahmen der feierlichen Verabschiedung der Jülicher Doktorandinnen und Doktoranden des Jahrgangs 2010/2011.

In Jülich entstandene Arbeiten

Dass exzellente Leistungen belohnt werden, dies erlebten nun zum dritten Mal in Folge die Doktoranden des Jülicher Forschungszentrums. Das vergab erneut die Exzellenzpreise für, so Vorstands-Vorsitzender Professor Achim Bachem in der Feierstunde „herausragende, in Jülich entstandene Dissertationen und Leistungen.” Entscheidendes Kriterium für eine achtköpfige Jury ist bei der Auswahl der Preisträger, dass diese auch international schon zu den Besten ihres Jahrganges zählen. Das trifft sowohl auf Nina Richter als auch John Kettler zu.

Richter verfasste ihre Doktorarbeit im Bereich Biotechnologie. Mit den von ihr identifizierten Enzymen (den Stoffwechsel regulierende Verbindungen) zeigte sie, dass sich damit molekulare Bausteine, zum Beispiel für pharmazeutische Produkte, spezifisch herstellen lassen. Seit Juni diesen Jahres ist Nina Richter, die ihre Doktorarbeit am Institut für Molekulkare Enzymtechnologie in Jülich verfasste, in einer Arbeitsgruppe für organische und chemische Biologie am Universitäts-College in London beschäftigt.

International hat sich auch Dr. John Kettler einen Namen gemacht. Derzeit forscht er am Institut für Nuklearen Brennstoffkreislauf der RWTH Aachen, wo er eine Arbeitsgruppe zur Charakterisierung radioaktiver Abfälle leitet. Während seiner Dissertation im Jülicher Institut für Energie-und Klimaforschung, Bereich Nukleare Entsorgung und Reaktorsicherheit, entwickelte er den Prototyp eines Verfahrens, mit dem sich der Gehalt der hochgiftigen Stoffe wie Blei, Cadmium oder Quecksilber in Abfallfässern nachweisen lässt. Für diese Arbeit wurde er nicht nur vom FZJ ausgezeichnet, sondern Kettler erhielt auch den mit 12.000 Euro dotierten „RWE-Zukunftspreis”.

Startschuss für Graduiertenschule

Die Veranstaltung im Jülicher Zentrum war gleichzeitig auch als offizieller Startschuss für die Helmholtz-Graduiertenschule für Energie und Klima gedacht. Für Nachwuchsforscher bestehen hier beste Rahmenbedingung für eine Promotion auf dem Gebiet der Energie- und Klimaforschung.
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