Barmen/Vulkaneifel - Exkursion in eine lebendige Vergangenheit

Exkursion in eine lebendige Vergangenheit

Von: rb
Letzte Aktualisierung:
vulkanismus-bu
Unter der Leitung von Jörg Reifferscheidt (links) und Anja Groth (rechts) untersuchten Schüler des Gymnasiums Haus Overbach den Vulkanismus in der Eifel.

Barmen/Vulkaneifel. Kleine Bläschen bilden sich an der trüb-milchigen Wasseroberfläche. Langsam steigert sich die Bewegung zu einem Wellenschlag, bis eine über zwei Meter hohe Kaltwasserfontäne in die Luft katapultiert wird. Und das alle 20 Minuten.

Keine Frage, der Wallenborner Geysir ist so aktiv wie lange nicht mehr - ein untrügliches Zeichen für die wiederkehrende Aktivität der Vulkaneifel. Für die Projektgruppe des Gymnasiums Haus Overbach, die sich vier Wochen lang mit dem Thema „Vulkanismus in der Eifel” beschäftigte, war dies ein Anlass, den Geysir zu erkunden.

Begabtenförderung

Erdkundelehrer Jörg Reifferscheidt und Biologielehrerin Anja Groth organisierten die Arbeitsgemeinschaft im Rahmen der Begabtenförderung der Vereinigten Industrieverbände Düren. Das Projekt fördert außerschulische Angebote in Mathematik und Naturwissenschaften für Schüler der gymnasialen Oberstufe. Das Gymnasium Haus Overbach ist eine von zehn Schulen, die in diesem Schuljahr an der Begabtenförderung teilnahmen.

Zunächst erarbeiteten Overbacher Schüler allgemeine Fakten zum Thema „Vulkanismus” und informierten sich dann über die Geologie der Eifel und den dortigen Vulkanismus. Dabei wurde das Thema nicht nur aus dem geographischen, sondern auch aus dem biologischen Blickwinkel betrachtet. „Auch die Pflanzensystematik gibt Aufschluss über die geologische Beschaffenheit des Bodens”, erklärte Anja Groth. Davon konnten sich die Schüler vor Ort überzeugen.

Bei einer ganztägigen Exkursion besuchten sie insgesamt sieben Standorte in der Nähe von Manderscheid. Anhand von Pflanzen, Gesteinen und Fossilien konnten sie die Tätigkeitsphasen des Vulkanismus bestimmen.

So kamen die Schüler am Aufschluss vulkanischer Ablagerungen des Geeser Vulkans aufgrund von Gesteinsfarbe und -art zu dem Schluss, dass der Vulkan vor etwa zwei bis 25 Millionen Jahren aktiv war.

Der aktive Geysir in Wallenborn hingegen ließ sich mit Magmakörpern erklären, die in der Tiefe Kohlendioxid und Schwefel abgeben und so den Wasserspiegel anheben, bis es zum sogenannten „Air-Life-Effekt” kommt. Hier erkannten die Schüler, dass der Vulkanismus in der Eifel immer noch aktiv ist. „Diese Problematik ist im Moment hochaktuell”, berichtete Jörg Reifferscheidt. „Zur Sicherheit wurde sogar ein Kraftwerk vom Netz genommen.”

Nach der Exkursion trugen die Schüler die Ergebnisse in detaillierte Karten des Untersuchungsgebietes ein.

Die Gesteinsproben, untersuchten Pflanzen und Plakate werden im Foyer des Gymnasiums ausgestellt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert