Evangelische Kirchengemeinde feiert runden Geburtstag

Von: gre
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Charles Cervigne (l.) und Jürgen Fliege (3.v.l.) im Kreis der Prädikanten nach dem Festgottesdienst zum 60. Geburtstag der Evangelischen Gemeinde Aldenhoven. Foto: Greven

Aldenhoven. 60 Jahre Evangelische Kirchengemeinde Aldenhoven sind es wert, mit einem großen Gemeindefest gefeiert zu werden. Auftakt war ein eindrucksvoll gestalteter Familiengottesdienst. Die besonderen Aktivitäten erfreuen Pfarrer Jürgen Fliege.

Der Andrang zu dieser Feier am Sonntagmorgen war geradezu überwältigend. Bis auf den letzten Stehplatz war das Gotteshaus gefüllt. Ungewöhnlich, so viel Leben in einer Kirche. Pfarrer Charles Cervigne erinnerte an die Anfänge. Zu Beginn der 50-er Jahre seien es 70 evangelische Mitbürger in Aldenhoven gewesen, drei Jahre später bereits 1700. Grund genug, am 1. Juli 1953 die Evangelische Kirchengemeinde Aldenhoven zu begründen. In den Anfängen sei alles sehr zögerlich gewesen, nicht so sehr an Zahl, sondern an Handeln und Spiritualität.

Heute herrscht in dieser Gemeinde pralles Leben, Aktivitäten allerorten, innerhalb der Generationen und zu ihren Gunsten. „Heute ist unser Fest, ihr seid die Kirchengemeinde. Ihr dürft Euch feiern“, sagte Charlie, wie er liebevoll von allen genannt wird.

Cervigne erinnerte an die vielen Menschen, „die von oben herabblicken, die gerne bei uns gewesen wären“, so zum Beispiel an den ersten Pfarrer Horst Dinglinger. Begrüßen konnte er dagegen Jürgen Fliege, seinen Vorgänger, der von 1977 bis 1989 hier wirkte „und Mitglied unserer Gemeinde“ ist.

Was macht Gemeinde aus? Und wie erlebe ich Gemeinde? Diese Fragen wurde von den Prädikanten und von Gemeindemitgliedern verschiedener Generationen beantwortet. Die erste Antwort lautete nüchtern: Organisation, Kirchensteuern, Statistiken. Eine weitere Antwort: „Mich berührt die Vielfalt der Aktionen, die Mitmenschlichkeit, die Gemeinsamkeit in der Ökumene, z. B. in der Martinus-Aktion.“ Die Prädikanten lasen und interpretierten in verteilten Rollen den Bibeltext über die Erscheinung Gottes im brennenden Dornbusch.

Cervigne bedauerte, dass in der Welt von heute kein Feuer mehr lodere. „Wo sind die Orte, in denen noch Feuer, noch Leidenschaft brennt?“ Er wies auf die 60-jährige Geschichte seiner Gemeinde hin und auf die etappenweisen Schwerpunkte deren Aktionen in dieser Zeit: Der Einsatz für Kriegsdienstverweigerer, die Öffnung für die Jugend mit vielen Facetten einer erfolgreichen Jugendarbeit, die Stellungnahme gegen Aufrüstung, die Bewältigung des Flüchtlingsproblems, der Kampf für die Mundtoten und Ohnmächtigen, die Gründung der Kleiderkammer und Tafel. „Gott schickt uns auf den Weg.“

Mit dem Thema vom brennenden Dornbusch befasste sich auch der inzwischen emeritierte Jürgen Fliege. Er zeigte sich von den Aktivitäten seiner ehemaligen Gemeinde sehr angetan. Wie der brennende Dornbusch sei deren Energie nicht verbrannt, kein Burnout. Er sprach ihr dafür den Dank aus und bat, die Liebe und die Energie an die künftigen Generationen weiter zu geben.

Hervorzuheben ist die musikalische Untermalung des Festes durch Beiträge des Handglockenchores und des großartigen Chores der Evangelischen Gemeinde.

Wie in einer großen Familie, die die Kirchengemeinde auch ist, wurde nach dem Gottesdienst der große Geburtstagskuchen aufgeteilt und gemeinsam verzehrt.

Kinder- und Jugendspiele und solche für Senioren rundeten das schöne, große Fest zum Jubiläum in lockerer und fröhlicher Atmosphäre bis in den Abend hinein ab.

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