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Erster „Peta-Computer” Europas kommt nach Jülich

Von: dpa
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Der derzeit schnellste zivile Supercomputer der Welt arbeitet in Jülich. Der Rechner leistet rund 167 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde. Jetzt ist das Forschungszentrum mit dem Bau und Betrieb eines neuen Supercomputerzentrums beauftragt. Foto: dpa

Jülich. Der erste „Petaflops”-Rechner Europas kommt nach Jülich. Der neue Supercomputer werde erstmals in Europa die Grenze von einer Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde (1 Petaflops) knacken..

Das teilte das Forschungszentrum Jülich am Dienstag mit. Die IBM-Anlage aus der Serie „Blue Gene” soll noch in diesem Sommer den Betrieb aufnehmen. Sie soll mehr als fünf Mal so schnell wie der bislang leistungsfähigste europäische Rechner werden, der ebenfalls in Jülich steht, und 50.000 Mal schneller als ein moderner PC. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart. Das Forschungszentrum sprach von einem „größeren zweistelligen Millionenbetrag”.

Das Bundesforschungsministerium und das nordrhein-westfälische Innovationsministerium finanzieren das Projekt. „Die öffentliche Hand setzt hier ein wichtiges Zeichen für den Forschungs- und Entwicklungsstandort Deutschland”, sagte IBM-Deutschland- Geschäftsführer Martin Jetter.

Auf der jüngsten „Top 500”- Weltrangliste der Supercomputer vom vergangenen November haben weltweit erst zwei Anlagen die Petaflops-Marke überschritten. Der Spitzenreiter wird von der US-Regierung für die Kernwaffenforschung genutzt.

Der neue Superrechner, untergebracht in 72 telefonzellengroßen Schränken, ist der erste für das deutsche Gauss-Zentrum für Supercomputing mit seinen Standorten Jülich, Stuttgart und Garching. Wissenschaftler aus verschiedenen Fachbereichen können dort fächerübergreifend für Projekte wie die Berechnung von Protein- Faltungen in Zellen, Klimaveränderungen oder umfangreichen Simulationen leistungsfähige Computertechnik nutzen.

„Supercomputer dieser Leistungsklasse sind eine universelle Schlüsseltechnologie, um komplexeste und dringlichste wissenschaftliche Probleme in vielen Bereichen zu lösen”, sagte Prof. Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich.

Es unterhält bereits mehrere Supercomputer, darunter auch die derzeit leistungsfähigste europäische Anlage „Jugene”, mit der Jülich in der aktuellen „Top 500”-Liste den elften Platz belegt.

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