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Erste Kostprobe des Science Colleges

Von: Arne Schenk
Letzte Aktualisierung:
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60 junge Damen und Herren absolvierten die Ferienakademie und damit die erste eigene Veranstaltung im Science College Overbach. Foto: Schenk

Barmen. Die Sanduhr versinnbildlicht die Zeit offenbar genauer als es sich der „normale Sterbliche” vorstellt, denn nicht nur der Raum hat eine atomare Struktur, sondern auch die Raum-Zeit.

Wie kleine Sandkörner ist auch die Zeit aus kleinsten Schritten aufgebaut. Diese Erkenntnis gewannen unter anderem die Teilnehmer des Kurses „Astronomie/Kosmologie” bei der Ferienakademie am Gymnasium Haus Overbach (GHO).

Mit gleich drei Kursen und 60 jungen Nachwuchswissenschaftlern aus dem gesamten Bundesgebiet organisierte das GHO die bewährte Veranstaltung am neuen Standort, dem Science College - als erste eigene Veranstaltung.

Unmittelbar zuvor feierte die Bildungsstätte ihre Premiere, als die Juniorakademie NRW unter Federführung des Ministeriums für Schule und Weiterbildung Kurse zu Nanotechnologie, Bionik und Kryptographie für eine ähnlich große Teilnehmerschaft „extrem begabter Schüler” anbot.

Vielversprechende Talente

Auch bei der Overbacher Ferienakademie offenbarten sich vielversprechende Talente, die auch in der unterrichtsfreien Zeit mit Neugier und Wissensdrang frisch ans Werk gingen. So beschäftigten sich die Teilnehmer des betriebswirtschaftlichen Unternehmensplanungsspiels „TOPSIM easy Management” mit der Umsetzung einer Verkaufsstrategie im Bereich Qualitätszelte.

Von der Bestellung der Ware beim Großhändler über die Kalkulation des Personals bis zur Schätzung des zu erzielenden Umsatzes reichte die Aufgabe. „Learning business by doing business” hieß das Stichwort.

Eine Exkursion zur Rewe Group nach Köln und ein Vortrag der Deutschen Bank rundeten das Angebot des Kurses ab, geleitet von Oberstudienrat Jürgen Pallaske und dem Betriebswirtschaftsstudent Christian Schmitt von der FH Bonn-Rhein-Sieg sowie veranstaltet vom Verein zur Förderung wirtschaftlicher Bildung Haus Overbach mit dem GHO.

Welche unterschiedlichen Varianten ein Hybridauto antreiben, wie sich Verbrennungsmotoren optimieren lassen und was es mit der Brennstoffzelle auf sich hat, lernten die Teilnehmer des Kurses „Faszination Auto - Die Zukunft des Automobils” kennen.

Unter Leitung von Thorsten Vogelsang erarbeiteten sie, welche Vorteile verschiedene Materialien wie Kunststoffe aus Kohlenstofffasern, Magnesium, Aluminium oder Stahl besitzen, auch auf die Aerodynamik und somit auf den Spritverbrauch. Exkursionen zu den Kooperationspartnern Forschungszentrum Jülich (FZJ), RWTH Aachen und das Ford Forschungszentrum Aachen komplettierten den Kurs.

Als dessen Veranstalter zeichneten der Overbacher Verein zur Förderung mathematischer, naturwissenschaftlicher und technologischer Bildung und das Katholische Forum für Erwachsenen- und Familienbildung Düren und Eifel verantwortlich, genau so wie beim Kurs „Astronomie / Kosmologie”, das unter Leitung von Witold Franke stand.

Schwere Kost wie Relativitätstheorie oder Schleifen-Quanten-Gravitation als auch das Leben eines Sterns vom Entstehen aus molekularen Wolken bis zum allmählichen Vergehen als Roter Riese, Weißer und Schwarzer Zwerg bis zur Supernova standen auf dem Programm.

Renommierte Forscher wie Prof. Hans-Joachim Blome vom Institut für Luft- und Raumfahrttechnik an der FH Aachen und Dr. Gerda Horneck, ehemalige stellvertretender Direktorin des Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln-Porz begleiteten den Kurs.
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