Ernstfall geprobt: Merscher „Spatzennest” steht in Flammen

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Alarm am Abend: Der 4. Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Jülich hat einen Übungseinsatz am Merscher Kindergarten „Spatzennest”.

Mersch. Um 17.55 Uhr war es mit der Ruhe vorbei: Die Sirenen in den Ortschaften Mersch, Pattern, Welldorf und Güsten heulten auf und kündigten die jährliche Alarmübung des 4. Löschzuges der Freiwilligen Feuerwehr Jülich an.

Das betroffene Objekt war der Kindergarten „Spatzennest” in Mersch. Angenommen wurde ein Brand in einer der beiden Gruppen. Hier sollten sich noch mehrere Kinder und eine Erzieherin befinden. Die restlichen sieben Kinder und eine weitere Erzieherin hatten sich schon in Sicherheit gebracht und erwarteten nun das Eintreffen der Einsatzkräfte.

Drehleiter und Notarzt

Die durch diese Meldung alarmierten Löschgruppen aus Mersch, Pattern Welldorf und Güsten fuhren mit sechs Einsatzfahrzeugen und 27 Feuerwehrleuten Richtung Kindergarten.

Unterstützt wurde der Löschzug 4 durch die Drehleiter und den Einsatzleitwagen des Löschzuges Stadtmitte sowie durch den Malteser-Hilfsdienst (MHD) Jülich, der mit vier Fahrzeugen, einem Notarzt und acht Einsatzkräften anrückte.

Da seit geraumer Zeit eine gute Kooperation zwischen Kindergarten und der örtlichen Feuerwehr besteht, konnte die Übung so gestaltet werden, dass hier sowohl der Kindergarten wie auch die Feuerwehr mit dem Rettungsdienst davon profitierten.

So war die Übung das Sahnehäubchen für die Vorschulkinder, die mit den Erzieherinnen seit rund drei Wochen das Thema Feuerwehr intensiv behandelt hatten. Auch das von der Feuerwehr empfohlene Räumungskonzept, das durch die Leiterin des Kindergartens, Silke Dorn, entwickelt wurde, konnte hier unter realistischen Bedingungen erprobt werden.

Aus Sicht der Feuerwehr konnten zahlreiche Informationen gesammelt werden.

Von Interesse waren vor allem solche Dinge wie: Wie viele Einsatzkräfte erreicht man in der Woche am frühen Abend? Wie viele Kameraden haben wichtige Zusatzausbildungen wie Atemschutzgeräteträger oder Maschinist? Hat man genügend Kräfte, die Feuerwehrfahrzeuge fahren dürfen? Wie funktioniert die Kommunikation untereinander und mit dem Rettungsdienst?

Aufschlussreiche Erkenntnisse konnten auch die Kollegen des Rettungsdienstes sammeln. Für Sie war eine der wichtigsten Fragen, wie die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr funktioniert. Des weiteren stellte die gleichzeitige medizinische Versorgung von vier verletzten und die Betreuung von acht betroffenen Personen ein große Herausforderung dar, die jedoch ohne nennenswerte Komplikationen gelang.

In der Übungsnachbesprechung im Gerätehaus der Feuerwehr zeigten sich Marcus Schnell, stellvertretender Zugführer und Organisator der Übung, Maximilian Jankowski, Leiter des Einsatzdienstes des MHD Jülich, sowie Aike Büchner, Beobachter der Berufsfeuerwehr Düsseldorf, alles in allem mit dem Ablauf der Übung und den gesammelten Erkenntnissen zu frieden.

Kleinere Probleme, die es an verschiedenen Stellen gab, wurden erkannt und können aufgearbeitet und verbessert werden.
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