Jülich - Erdgas-Absatz bei Stadtwerken rückläufig

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Erdgas-Absatz bei Stadtwerken rückläufig

Von: hfs.
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Christoph Löhrer gehört zu den Autofahrern, die auf Erdgas setzen und als Jülicher die von den Stadtwerken betriebene Tankstelle schätzt. Foto: hfs.

Jülich. Der Vorteil von Erdgas liegt in der gegenüber Benzin oder Diesel saubereren Verbrennung und der deshalb gewährten Steuervergünstigung. Seit Mai 2004 betreiben die Stadtwerke Jülich an der Esso-Tankstelle an der Rur eine Erdgastankstelle. Dort können Besitzer von Erdgasfahrzeugen Tag und Nacht tanken. Doch die Nachfrage ist rückläufig.

An Tankstellen ist Erdgas als H-Gas (High Gas) und als L-Gas (Low Gas) erhältlich, wobei ersteres einen etwas höheren Energiegehalt hat. „Die Stadtwerke Jülich bieten das höherwertige H-Gas an, bei dem die Preise an unserer Tankstelle zuletzt Anfang Dezember und geringfügig Anfang April erhöht wurden”, sagt Yvonne Burlet, Leiterin Vertrieb und Marketing bei den Stadtwerken.

Ein Kilogramm des höherwertigen Erdgases kostet aktuell 0,99 Cent. „Grund für unsere Erhöhungen sind die steigenden Ölpreise”, weist Burlet auf den Zusammenhang hin. Schon seit Jahren setzen die Stadtwerke selbst in großem Umfang Erdgasfahrzeuge ein. „Mit einer Quote von rund 50 Prozent ist der Anteil an unserem gesamten Fuhrpark auch heute noch recht hoch”, betont die Marketing-Leiterin, und unterstreicht, „dass wir auch die Umrüstung auf umweltschonenden Erdgasantrieb bei Fahrzeugen bis Ende vorigen Jahres gefördert haben.”

Versäumnis

Doch mussten die Stadtwerke Jülich, wie auch andere Betreiber von Erdgastankstellen, feststellen, dass in den letzten zwei Jahren die Umrüstung von Kraftfahrzeugen auf Gas sowie die Anzahl der Erdgasfahrzeuge gesunken ist. Dies führt man unter anderem auch darauf zurück, dass es die Automobilindustrie nicht geschafft hat, die Attraktivität der Erdgasfahrzeuge zu steigern.

Seit 1995 bietet die Automobilindustrie serienmäßige Erdgas-Modelle an. Jedoch ist nicht jedes Modell als Erdgasfahrzeug erhältlich. Die Nachrüstung von Benzinfahrzeugen ist aber relativ aufwändig. Der Umbau kostet zwischen 2400 und 3200 Euro.
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