Epochenfest als Katapult für die Besucherzahlen?

Von: Otto Jonel
Letzte Aktualisierung:
Das wird ein Spaß, verspreche
Das wird ein Spaß, versprechen Boris Malz, Park-Chefin Dr. Dorthee Esser und ihr Stellvertreter Hajo Bülles (v.l.) zum Segway-Tag. Foto: Jonel

Jülich. Mai bis September - das ist die hohe Zeit im Jülicher Brückenkopf-Park. Mit der Sonne kommen die Besucher, und wenn nicht wegen des schönen Wetters, dann eben wegen der Veranstaltungen. Hajo Bülles, Imperssario des Parks, geht die Standardfloskel „Für jeden etwas” geschmeidig über die Lippen.

Im Juni darf es wieder etwas mehr sein. Immerhin gilt es, die den positiven Trend der Besucherzahlen hoch zu halten oder sogar höher zu schrauben.

Das scheint auch dringend notwendig, beim vergleichenden Blick auf die Mai-Zahlen. 2010: 25.500 Besucher, 2011: 18.300 Besucher - da klafft eine deutliche Lücke. Die aber bereitet dem stellvertretenden Park-Geschäftsführer ebenso wenig Kopfzerbrechen wie dem Chaf vom Dienst und Herrn der Statistik, Heinz Horrig. Im vergangenen Jahr trieben das Epochenfest und das Pfingstwochenende die Besucherzahlen auf Rekordniveau; beide „fetten Bringer” liegen heuer im Juni. Der Park schaltet also den Turbo ein.

Beim Epochenfest am 12. und 13. Juni soll es wieder rappeln in den Kassen. Dem strömenden Volk wird Bewährtes und einiges an Neuem geboten. Wenn an den Epochen-Tagen Pfingstsonntag und -montag 13.000 Besucher kämen, wäre die zumindest die Besucherzahl des Vorjahresmonats egalisiert und das stille Strahlen von Park-Chefin Dr. Dorothee Esser wäre noch eine Nuance satter.

Das Zeug zum Publikumsmagneten hat Boris Malz mit seinen Rur-Flitzern. Dahinter verbirgt sich eine der spektakulärsten Erfindungen der letzten Jahre: der Segway. Der einachsige Stehroller zieht die Aufmerksamkeit auf sich, wo immer er auftaucht. Am Donnerstag, 23. Juni, schlägt Malz mit einer kleinen Flotte Segways im Brückenkopf-Park auf.

Von 11 bis 17 können die selbstbalancierenden Gefährte ausprobiert werden. Kostenlos! Zwei Runden auf gerader Strecken reichen aus, um sich auf einen Parcours mit Bodenwelle, Slalom- und Limbostangen sowie Wippe zu wagen, verspricht Malz. „Es ist noch nie etwas passiert”, begegnet er aufkeimendem Argwohn. Und damit auch nichts passiert, läuft ein Betreuer neben dem Segway-Eleven her, um notfalls helfend einzugreifen. Falls das Wetter ausgerechnet am Fronleichnamstag nicht mitspielen, wird der Segway-Parcours kurzerhand in die Blumenhalle verlegt.

Der Segway-Faszination ist inzwischen auch Park-Chefin Esser erlegen. Sie hatte sogar mit abendlichen Steh-Touren durch den Park geliebäugelt. Aber daraus wird wohl nichts. An einigen Stellen sind die Wege nicht breit und manche Gewölbedecken im Brückenkopf nicht hoch genug.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert