Engelsburg: Altes Gemäuer zieht junge Künstler an

Von: jago
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Attraktives Ziel am „Tag des
Attraktives Ziel am „Tag des offenen Denkmals”: Zur Unterstützung des dritten Bauabschnitts überreichte Günther Schorn (vorne links) von der DSD Maria (vorne 2.v.l.) und Juan Fernandez (vorne 2.v.r.) im Beisein von Koordinator Conrad Doose (vorne rechts) einen hohen Förderbetrag.

Engelsdorf. Die Burg Engelsdorf war ein besonders attraktives Ziel war am Tag des offenen Denkmals. Bezeichnet man diese als Baudenkmal, dann zielt dies auf die historische Substanz ab, aber erst bei näherer Betrachtung offenbart sich der wirkliche Wert der mittelalterlichen Wasserburg.

Diesen erkannten vor einigen Jahren Maria und Juan Fernandez, als sie sich entschlossen, die Burg zu erwerben. Die Sanierung wurde dann 2008 in Angriff genommen. Unterstützung fand das Künstlerehepaar nun erneut von der „Deutschen Stiftung Denkmalschutz” (DSD), in deren Auftrag Günther Schorn, Ortskurator Jülicher Land im DSD, einen Förderbeitrag in Höhe von 50.000 Euro überbrachte, der zur weiteren Sanierung des Palas und des Nordturms eingesetzt werden wird.

Ebenfalls gefördert werden damit im dritten Bauabschnitt die Instandsetzungsmaßnahmen am Treppenturm mit seiner einzigartigen hölzernen Spindeltreppe. In seiner kurzen Ansprache würdigte Günther Schorn das außergewöhnliche Engagement des Ehepaars Fernandez und die vorzügliche Zusammenarbeit mit dem Förderverein Festung Zitadelle Jülich.

Dieser setzt unter Federführung des Vorsitzenden Conrad Doose die Koordinierung des Projekts in allen Belangen professionell um. „Ich habe in meiner 20-jährigen Erfahrung noch nie ein solch emotionales und auch finanzielles Engagement für ein Baudenkmal erlebt, wie dieses hier beim Ehepaar Fernandez”, bekräftigte Doose das Lob des Ortskurators. Maria Fernandez nahm den Faden auf und dankte allen Beteiligten für die vorbildliche Zusammenarbeit.

„Schlafendes Vermächtnis”

Es sei ein tolles Erlebnis, zu beobachten, mit welcher Harmonie zum Beispiel die Handwerker hoch oben auf dem Turm ihr Werk verrichteten. Es sei „eine richtige Freundschaft untereinander entstanden”. Ihr Blick in die Zukunft wurde von den Gästen mit Beifall honoriert: „Die Burg ist ein schlafendes Vermächtnis, das wir zu neuem Leben erwecken möchten, damit zukünftige Generationen es nutzen können.”

So wird Burg Engelsdorf zu einer Fortbildungsstätte für junge internationale Künstler, die sich vom faszinierenden mittelalterlichen Ambiente inspirieren lassen sollen.
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