Juelich/Schophoven - Energetische Sanierung: Ein Stück Lebensqualität für Schophoven

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Energetische Sanierung: Ein Stück Lebensqualität für Schophoven

Von: dol
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Mit Hilfe vieler freiwilliger Helfer und Sponsoren wurde das Dorfgemeinschaftshaus Schophoven energetisch saniert, so dass die Fassade nun auch optisch sofort erkennbar in neuem Glanz erstrahlt. Foto: Dolfus

Juelich/Schophoven. Pünktlich zum Beginn der Heizperiode wurde die energetische Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Schophoven abgeschlossen. Das ehemalige Schulgebäude aus dem Jahr 1956, das seit einer räumlichen Erweiterung im Jahr 1993 als Dorfgemeinschaftshaus genutzt wird, erhielt eine vollständige, zeitgemäße Wärmedämmung. Das war auch bitter nötig, denn trotz vorangegangener Maßnahmen wie Austausch der alten Fenster (2006) und Modernisierung der Heizungsanlage (2008) blieben energetische Probleme.

Es traten weiterhin Feuchtigkeitsflecken und Kältebrücken in einzelnen Räumen auf, der Energieverbrauch blieb zu hoch. Der Dorfgemeinschaftsverein musste handeln, schließlich bewirtschaftet er das Haus in Eigenregie und muss auch sämtliche Kosten für Strom, Wasser und Heizung tragen. Aufgrund vorrangiger anderer Projekte musste die Gemeinde Inden als Eigentümer der Immobilie eine sofortige Sanierung zurückstellen.

Deshalb beschloss der Dorfgemeinschaftsverein im Oktober 2010 die Fassaden und den Dachboden in Eigenregie in Stand zu setzen. „Wir haben einen Schritt nach dem anderen gemacht“, so Karl-Heinz Heiden, Vorsitzender des Dorfgemeinschaftsvereins. Heiden bemühte sich in der Folge um die Unterstützung durch Sponsoren. RWE Power und die Sparkasse Düren sagten finanzielle Hilfe zu. Darüber hinaus stellte die Gemeinde Inden in ihrem Haushalt 2013 Mittel für das nötige Material zur Verfügung.

Die Lohnkosten trug der Dorfgemeinschaftsverein, der diese durch viele hundert Stunden Eigenarbeit ein wenig abdämpfen konnte. Mit Hilfe einiger Fachhandwerker und vielen freiwilligen Helfern wurde im März 2013 zunächst der Dachboden mit isoliert, von Juli bis Oktober fand die Sanierung der Fassade statt. Beim Auslegen des Dachbodens mit Glaswolle legte sogar der Indener Tagebaudirektor Dr. Stephan Strunk selbst Hand an, wie Karl-Heinz Heiden freudestrahlend erzählte.

Im Sommer folgte die Erneuerung der Fassade, deren Wände mit Mineralwolle und einem modernen Wärmedämmverbundsystem versehen wurden. Anschließend wurde ein Spritzschutz gegen Regen mit Feinsplitt aufgetragen und auch neue Fensterbänke eingefügt. Durch die verstärkte Isolierung wurde zudem stellenweise eine Verbreiterung der Dachkonstruktion nötig.

Das Dorfgemeinschaftshaus ist für den kleinen Ort von unschätzbarem Wert. Ein Dutzend Ortsvereine und die Jugend haben hier ein Zuhause gefunden. Täglich wird die Halle genutzt, zum Beispiel vom Tambourcorps, den Musikfreunden, Gymnastikgruppen oder der Filmgruppe des Jugendheims „Quo Vadis“ aus Lucherberg. Hier werden Vereinsveranstaltungen ausgerichtet und private Feste wie Hochzeiten, Taufen oder runde Geburtstage gefeiert. Freitags findet ein Ausschank für die Mitglieder des Dorfgemeinschaftsvereins statt. „Wir können glücklich sein, dass wir so ein Dorfgemeinschaftshaus haben“, betonte Ortsvorsteher Peter Prost, der aus der Eifel einige Dörfer kennt, in denen die letzte Gaststätte geschlossen und kein Ort für Zusammenkünfte aller Art existiert. „So etwas ist wichtig für den Erhalt des Dorflebens. Das ist ein Stück Lebensqualität für Schophoven!“

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde dankte Karl-Heinz Heiden Bürgermeister Ulrich Schuster, Ortsvorsteher Prost, Tagebaudirektor Strunk, der Sparkasse Düren, den vielen Freiwilligen und den beteiligten Handwerksbetrieben Dachdecker Meyer aus Hürtgenwald, sowie aus Schophoven Heizung/Sanitär Greven, Mess- und Regeltechnik Bergstein, Maler Heiden und Transporte Hahn. Nur mit ihrer Unterstützung war das Projekt „energetische Sanierung“ erfolgreich zu stemmen.

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