Einmal im Jahr zelebriert der Kardinal die Messe

Von: ptj
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Kardinal Dr. Malcolm Ranjith (Mitte) feierte mit Monsignore Neville Joe Perera (links) und Propst Josef Wolff in St. Adelgundis Koslar die Heilige Messe. Foto: Jagodzinska

Koslar. Seit 1992 zelebriert Kardinal Dr. Malcolm Ranjith, Erzbischof in Colombo/Sri Lanka, einmal im Jahr gemeinsam mit Monsignore Neville Joe Perera die Heilige Messe in der Kirche St. Adelgundis Koslar. Solange besteht bereits die Patenschaft mit der Diözese Ratnapura in Sri Lanka.

Kardinal Ranjith wirkt heiter, einfach und demütig, obwohl er als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der römisch-katholischen Kirche Asiens gilt. „Wir haben 30 Jahre Krieg in Sri Lanka gehabt. Ich habe als erster Bischof alles neu bauen müssen und viel Hilfe aus Koslar bekommen“, setzte er nach.

Von seinem Konzelebranten, Propst Josef Wolff, war er angetan. Zum Abschluss der Messfeier lud er ihn in Begleitung einer kleinen Delegation aus Koslar nach Sri Lanka ein, um „die Freundschaft lebendig zu halten“. Die Predigt der Festmesse in Begleitung der St. Josef-Schützenbruderschaft überließ der Kardinal Propst Wolff, der „das Schöne am Katholischsein, die Weltkirche“ thematisierte. Gerade darum ginge es in der Apostelgeschichte, die fortlaufend von Ostern bis Pfingsten gelesen wird. Gerade von einem Besuch aus Polen zurückgekehrt, betonte der Propst: „Es gibt etwas, das uns verbindet über das sonst Trennende der Grenzen hinweg“.

Er stellte einige Vergleiche zwischen Gepflogenheiten der deutschen und der polnischen Kirche an, wobei er zum Beispiel die wunderschön geschmückten Wegkreuze in der Osterzeit überall in Polen nannte, verbunden mit der Frage: „Warum machen wir das eigentlich nicht?“

Die Tatsache, dass es in der polnischen Kirche „so gut wie keine Angestellten“ gäbe, alles von Priestern und Kaplänen erledigt würde, gefiel ihm weniger, denn „die (polnischen) Christen wissen gar nicht, was ihre Rolle im Gottesdienst ist“. Wichtig war ihm die „religiöse Prägung, dass wir uns alle begeistern lassen“. In der polnischen Kirche kämen nicht so viele Menschen zur Messe, wenn ein Bischof zelebriert, weil er „an drei Stellen predigt“.

Dies war in Koslar nicht der Fall. Dafür waren alle Gottesdienstbesucher im Anschluss zum Austausch und geselligen Beisammensein ins Pfarrheim eingeladen. Grund zur Freude hatten neben Ranjith und Perera insgesamt 25 Jubelkommunikanten. Sie feierten ihre jeweilige Erstkommunion vor 25, 40, 50, 60, 70 und sogar 80 Jahren. Erwähnenswert ist, dass Kardinal und Monsignore mit dem Zug angereist waren, und dass das Autohaus Thüllen ihnen bis Montag ein Auto zur Verfügung gestellt hat. Unter anderem, um des Kardinals Schwester in Merken zu besuchen.

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