Jülich - Eine Augenweide: Rheinische Kakteentage im Brückenkopf-Park

Eine Augenweide: Rheinische Kakteentage im Brückenkopf-Park

Von: ptj
Letzte Aktualisierung:
Groß war die Resonanz bei der
Groß war die Resonanz bei der zweiten Auflage der „Rheinischen Kakteentage” in der Blumenhalle des Jülicher Brückenkopf-Parks. Foto: Jagodzinska

Jülich. Aus Liebhaberhand gezogene Kakteen und andere Sukkulenten sowie Steingartengewächse erfreuten bei der zweiten Auflage der „Rheinischen Kakteentage” in der Blumenhalle des Jülicher Brückenkopf-Parks. Veranstalter der Verkaufsbörse waren die Ortsgruppen Aachen und Düren der Deutschen Kakteen-Gesellschaft.

Das breit gefächerte Pflanzensortiment, das man nach Bekunden von Norbert Sarnes, Vize der Gesellschaft „normalerweise beim Händler nicht kaufen kann, weil die Pflanzen nicht ganz leicht zu pflegen sind”, lockte zahlreiche Besucher zu der zweitägigen Verkaufsbörse.

Insgesamt neun Händler und Privatleute aus der Region Düren-Aachen, Bonn, Wuppertal, Münster und den Niederlanden waren vertreten. Laut Elisabeth Sarnes, Vorsitzende der Ortsgruppe Aachen, waren die Veranstalter „mit dem April-Termin einen Ticken zu früh dran, weil noch nicht so viele Pflanzen in Blüte stehen”. Trotzdem verließ kaum ein Besucher ohne eine kleine Pappkiste mit besonders schönen Sukkulenten die ansprechende, rund 300 Meter große Verkaufsfläche.

Die Echeveria etwa zählt zu den wasserspeichernden Sukkulenten, die sich wiederum in Stamm,- Knollen- und Blattspeicher unterteilen. Rosa oder rot umrandet sind die dicken, wasserspeichernden Blätter der „Echeveria agavoides”. Über eine üppige rot-gelbe Blütenpracht verfügt die kleine haarige „Echeveria setosa”. Bei der in verschiedenen rot oder rosa-blühenden Stammsukkulenten „Gymnocalycium baldianum” sind die Sprossachsen stark angeschwollen. Die „Leuchtenbergeria principes” ist ein Prismenkaktus und ähnelt eher einer Agave als einem Kaktus.

Eine Augenweide ist die „Deutsche Kaiserin”, ein sehr üppig blühender Blattkaktus, auch „Epiphyllum” genannt. In großer Auswahl war der extrem anspruchslose „ Sempervivum”, ein Klassiker des Steingartens, mit seinen fleischigen bunten Blättern im Angebot. Die Übersetzung „immer lebend” deutet bereits auf seine Winterhärte hin, und gerade diese ist bei den Kakteenliebhabern besonders beliebt.

Diverse Schalenarrangements mit winterharten Kakteen wurden feilgeboten, die der Käufer mit wenigen Handgriffen in seinen Vorgarten pflanzt und über deren Pracht er sich jahrelang erfreuen kann.

Mit Spannung kosteten schließlich viele Besucher die in Mexiko als Gemüsepflanze angebauten „Nopales Tiernos” - pfeffrig-scharf eingelegte Kakteenblätter, die im Geschmack an Gewürzgurke oder Paprika erinnern. Zum Essen sind laut Norbert Sarnes grundsätzlich Blattopuntien geeignet. Der Deutsche Kakteenliebhaber liebt allerdings seine Pflanze und zerschneidet sie nicht, wie eine Ausstellerin lächelnd betonte. Auch in der Kakteenzucht sind Hybriden sehr beliebt, die Kreuzung verschiedener Arten oder Unterarten, um eine wundervolle Blütenpracht zu erzielen. So heben sich etwa bei der „Echinopsis Hybride” wenige, oft nur eine einzelne, wundervolle Blüte aus einem säulen- oder kugelförmigen Kaktus, die das Liebhaberherz höher schlagen lässt. Zusatzveranstaltungen im Pulvermagazin komplettierten die Verkaufsbörse: Ein Vortrag mit Georg Görtzen, Vize der Ortsgruppe Aachen, über das „Kakteenparadies zwischen Santiago de Chile und Chanaral” am Samstag und ein Workshop am Sonntag: Manfred Hartl von der Ortsgruppe Bonn erarbeitete die Kakteenpflege mit Einsteigern.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert