Einbürgerungsurkunden überreicht: „Hier kann ich frei leben“

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Kreis Düren. 18 Menschen aus dem Kreis Düren haben ihre Einbürgerungsurkunde erhalten. Landrat Wolfgang Spelthahn überreichte ihnen die Urkunden im feierlichen Rahmen. Damit gehören sie zu den 167 Menschen aus dem Kreis (ohne die Stadt Düren), die im Jahr 2012 die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten haben.

 In seiner Begrüßung drückte der Landrat seine Freude darüber aus, dass sie sich für Deutschland entschieden haben. Das zeige, dass Deutschland im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe attraktiv und auch der Kreis Düren ein beliebter Ort zum Leben sei. Beispielhaft erzählten einige der Eingebürgerten, was für ihre Entscheidung, die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen, wichtig war. Zum Beispiel der Wissenschaftler aus dem ForschungszentrumJülich, der den wissenschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und der Türkei fördern möchte.

Ein Sohn türkischer Eltern ist hier geboren und kann sich gar nicht vorstellen, in der Türkei zu leben. Eine Frau aus Rumänien, die zur Zeit des Jugoslawienkrieges nach Deutschland geflohen war, erzählte, sie habe dort sehr viel Diskriminierung erfahren. „Hier in Deutschland kann ich frei leben. Hier fühle ich mich viel mehr zu Hause als in Serbien“, beschreibt sie ihre Motivation.

Eine Marokkanerin, die eine alte Dame pflegt, sagte: „Wir leben schon lange zusammen und ich werde sie sicher bis zu ihrem Tod begleiten. Danach wieder nach Marokko zu gehen, kann ich mir nicht vorstellen.“ Sybille Haußmann, die Leiterin der Stabsstelle für Migrationsangelegenheiten, rief dazu auf, die neu gewonnenen Rechte zu nutzen und im nächsten Jahr wählen zu gehen.

Die Vertreter des Kreistages standen als Ansprechpartner für alle, die sich für Politik interessieren, zur Verfügung. Das Bläserquartett der Musikschule Düren unter der Leitung von Reinold Quade rundete diesen Abend ab.

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