Linnich/Jülich - Ein Spinner macht sich an den Bäumen zu schaffen

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Ein Spinner macht sich an den Bäumen zu schaffen

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Spinnen kann sie, die hungrige Raupe der Gespinstmotte. Foto: Jonel

Linnich/Jülich. Der bemitleidenswerte Baum steht an der Landesstraße 253, ziemlich genau zwischen den Kreiseln Kiffelberg und dem Linnicher Gewebegebiet Gansbruch. Blätter hat er nicht mehr. Dafür ist er eingesponnen vom Wipfel bis zum Boden. In dem weißen Gespinst ringeln sich kleine Raupen - zu Tausenden.

Ein ähnliches Bild bietet sich entlang der L 253 zwischen Tetz und Jülich sowie am Rurufer bei Körrenzig. Das dichte Grün am Fahrbahnrand wird immer wieder durchbrochen von Kahlstellen - Bäume, die wie der bemitleidenswerte kaum Grün tragen, dafür aber reichlich Weiß-Grau.

Verursacher des Phänomens ist die Raupe einer Gespinstmotte (Yponomeutidae), vermutet Dr. Lutz Dalbeck von der Biologischen Station des Kreises Düren. „Davon gibt es jede Menge Arten in Deutschland - ca. 100 bis 200.”

Um welche genau es sich bei den Raupen im Raum Jülich-Linnich handelt, müsste ein ausgemachter Experte untersuchen. Das Aussehen der Raupen wandelt sich zum Teil gravierend mit jeder Häutung, erläutert der Biologe. Aber es lässt sich einiges sagen, was für alle Arten dieser späteren kleinen Falter gilt. „Typisch sind die ausgeprägten Gespinste der Raupen in den Futterpflanzen”, erläutert Dalbeck. „Bei Schlehen zum Beispiel kommt es immer wieder zu starken Massenvermehrungen und Kahlfraß.” Auch bei Obstbäumen und Ziergehölz könne das auftreten.

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