Ein „normales Jahr” für die Freiwillige Feuerwehr Jülich

Von: ma.ho.
Letzte Aktualisierung:
Bürgermeister Stommel (vorne
Bürgermeister Stommel (vorne m.) und Wehrleiter Udo Diß (r.) mit Geehrten und Beförderten. Foto: Horrig

Jülich. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren verbucht die Freiwillige Feuerwehr Jülich 2011 als ein „normales” Jahr bei der Feuerwehr. So wurden die Wehrleute von großen Schadenslagen bei Unwettern verschont.

Stadtbrandinspektor Udo Diß zog bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Bilanz, garniert mit Zahlen und Fakten zur Arbeit der Wehr.

Insgesamt 394 Einsätze

So rückten die Feuerwehrmänner und -frauen zu insgesamt 394 Einsätzen aus, wobei auch fünf Großbrände gelöscht werden mussten. Der überwiegende Teil betraf jedoch technische Hilfeleistungen wie bei Verkehrsunfällen, Unterstützung der Rettungsdienste oder überörtliche Hilfeleistungen.

Diß dankte seinen Kameradinnen und Kameraden für die geleistete Arbeit im Jahre 2011. „Denn es ist nicht selbstverständlich, viele unzählige Stunden für den Schutz unserer Bürger und ihr Hab und Gut zu opfern.” So würde, laut Diß, von den Ehrenamtlern bei oft nicht ungefährlichen Einsätzen Wissen und Erfahrung gefordert. „Und dieses muss dann aber auch in Sekunden abgerufen werden können, um die richtige Entscheidung zu treffen.”

Diß appellierte an die Politik, dass diese ihren Teil dazu beitrage, dass die Feuerwehr auch künftig allen Herausforderungen gewachsen ist, schließlich sei die Feuerwehr kein Verein für Frohsinn, sondern eine Organisation, auf die jeder plötzlich angewiesen sein kann. Es gab für 2011 wichtige Neuigkeiten: Autobahnabschnitte wurden neu aufgeteilt, um die Jülicher Wehr zu entlasten und der lange angekündigte Digitalfunk ist ernst geworden.

„Besonders und wichtig für 2011 war auch, dass unsere Stadt im April wieder eine Ausnahmegenehmigung zur Unterhaltung einer hauptamtlichen Wache für die nächsten fünf Jahre erhalten hat. Dass wir dies zum zweiten Mal geschafft haben, ist das große Verdienst eines jeden einzelnen von euch Kameradinnen und Kameraden.”

Interkommunale Zusammenarbeit

Nicht unerwähnt blieben auch die Renovierungsarbeiten an der Feuerwache sowie das Thema Schutzbekleidung und technische Ausrüstungen. Bei der Aus- und Fortbildung hat sich die interkommunale Zusammenarbeit der Wehren aus Aldenhoven, Linnich und Titz mit Jülich bewährt und soll noch verfeinert werden. Ab Mai kann auch die neue Brandsimulationsanlage des Kreises zu Übungszwecken genutzt werden.

Die Jülicher Wehr zählt insgesamt 449 Feuerwehrleute - 296 Aktive, 76 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und 77 Kameraden in der Ehrenabteilung. Sie verfügt über 35 Fahrzeuge, davon 19 Löschfahrzeuge und drei Anhänger.

Auch Bürgermeister Heinrich Stommel zollte den Wehrleuten Lob und Anerkennung für ihre Arbeit und bestätigte den sehr guten Ausbildungsstand der Jülicher Wehr. Er dankte nicht nur den Aktiven, sondern auch den Arbeitgebern, die den Wehrleuten die Möglichkeiten einräumen, an Einsätzen, Fortbildungen und Übungen während der Arbeitszeit teilzunehmen, und appellierte an den Gemeinsinn und das Verständnis der Arbeitgeber mit der Bitte, aktive Feuerwehrangehörige weiterhin beim Dienst am Nächsten entgegenkommend zu unterstützen.

Jugendwart Tim Freialdenhoven berichtete über einen positiven Trend der Mitgliederzahlen in der Jugendfeuerwehr. Er sprach zahlreiche Übungen und Veranstaltungen an und hielt eine Vorschau auf das laufende Jahr.

Desolate Haushaltslage

Stellvertretender Kreisbrandmeister Hans Peter Herkenrath nahm den Bericht des Wehrführers zur Kenntnis, dankten den Kameradinnen und Kameraden und gab Infos über eine desolate Haushaltslage der Kommunen. Auch im Beruf werde immer mehr Flexibilität gefordert. Da sei es immer schwieriger, Personal für die Feuerwehr zu gewinnen. Zusätzlich wirke sich der anstehende demographische Wandel erschwerend aus.

„Bei der Aufgabe der Personalgewinnung ist die Feuerwehr alleine bereits an der Grenze ihrer Möglichkeiten angekommen.” Deshalb rief Herkenrath Politik und Verwaltung zu: „Unterstützen Sie Ihre Feuerwehr mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und Maßnahmen bei der Personalgewinnung bzw. der Stabilisierung des Personalbestandes. Man müsse sich aufeinander verlassen können und gemeinsam neue Wege suchen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert