Ein neuer Kopf bewegt die „Kleinen Hände“

Von: ptj
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Erwärmender Abschied und Begrüßung zugleich: Die neue Vorsitzende Dorothée Schenk (l.) und zweite Vorsitzende Gisela Urban (hinten) danken ihrer Vorgängerin Rose-Marie Kommnick. Foto: Jagodzinska

Jülich. Als „Küken zu den renommierten Damen gekommen“, führt Kunsthistorikerin und Journalistin Dorothée Schenk jetzt die Kleinen Hände. Nach fünf Jahren Vorsitz kandidierte Rose-Marie Kommnick nicht mehr – aus familiären Gründen.

„Danke allen Mitgliedern, die den Weg mit mir gegangen sind. Die Kleinen Hände waren ein wichtiger Teil meines Lebens. Der Kontakt zu den Familien hat mir sehr viel Freude gemacht“, betonte sie. Natürlich wird der gemeinnützige Verein weiterhin Teil ihres Lebens sein, sie „kann gar nicht anders“.

„Danke Rose-Marie...“, lauteten die ersten Worte der Nachfolgerin. Für die scheidende Vorsitzende hatten die Kleinen Hände „immer geöffnet, sie war immer im Dienst. Und dann gab sie stets 150 Prozent.“ Kommnick sei „ein Fels in der Brandung“ gewesen, das „Gesicht der Kleinen Hände“. Fast nie verlor sie dabei „ihr Lächeln, ihre Freundlichkeit, ihre ausstrahlende Wärme“.

Die Folge waren Einladungen zu Hochzeit, Taufe und Kommunion, sogar das Amt der Patentante habe man ihr angetragen, das sie selbstverständlich annahm. Dabei habe sich Kommnick als „Team-Player“ verstanden, als „Netzwerkerin“ beim kleinen und großen Sozialen Runden Tisch wie bei den Kleinen Händen. In „vorderster Front zu stehen, mit dem Scheck in der Hand“, habe sie lediglich als notwendig erkannt.

Überdurchschnittlich engagiert sei sie gewesen, habe sie säckeweise Sachspenden geschleppt, das „Kämmerchen“ aufgeräumt, und ein schier unerschöpfliches Wissen um Beihilfe- und Teilhabepakete, Wohngeld, Sozialbeiträge, Ansprüche bei Krankenkassen und Zuständigkeiten von Ämtern, Institutionen und Vereinen parat gehabt.

Eingearbeitet

„Riesige Fußstapfen“ also, auf die sich Dorothée Schenk gut vorbereitet hat. Seit 1998 ist sie bereits ununterbrochen im Vorstand aktiv und hat alle drei Vorsitzenden „aus der Nähe begleiten können“. Anfangs in erster Linie journalistisch – wegen ihrer damals noch kleinen Kinder – unterstützte sie das Vereinsgeschehen und arbeitete sich Schritt für Schritt voran. „Gespannt auf neue Herausforderungen und Projekte“ setzt sie nun auf ein „gutes und starkes Team“, denn: „Mit nur einer Hand lässt sich kein Knoten knüpfen.“

Ihr erstes Amtsjahr wird „nicht so spektakulär wie das Jubiläumsjahr“. Ein beruhigender Ausblick für die Einarbeitung. Für Januar plant Schenk einen internen Workshop mit Partnern aus dem Sozialamt und mit dem Sozialen Runden Tisch eine Präsentation im Ausschuss für Kultur, Integration und Soziales. Mit einem Basar liebäugelt die neue Vorsitzende im Frühling, eventuell mit Koch- und Backaktionen für die Kleinen Hände.

Und: „Wir tun es uns noch mal an.“ Gemeint ist die Wiederholung des erfolgreichen und beliebten Kleine Hände Street-Soccer-Cups mit erneuter Unterstützung aller bewährten Fadenzieher im Hintergrund. Zum Abschluss gab es zu belegten Brötchen eine Powerpoint-Präsentation zum Jubiläumsjahr mit seinem Highlight, der Auktion mit dem Kooperationspartner Kunstverein Jülich.

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