Ein Netzwerk ersetzt die Konkurrenz

Von: ptj
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Die engere Vernetzung der Kindertagesstätten dokumentieren ihre Leiterinnen mit ineinander verschlungenen Händen. Den neuen Flyer präsentieren Dezernentin Katarina Esser und Bürgermeister Heinrich Stommel. Foto. Jagodzinska

Jülich. „Es ist viel mehr möglich mit dem gleichen Geld.“ So hob Dezernentin Katarina Esser einen großen Pluspunkt der engeren Vernetzung gleich mehrerer städtischer Kindertagesstätten in Jülich hervor, die ihre intensivierte Zusammenarbeit mit einem Flyer dokumentieren.

Bereits 2006 haben sich die Familienzentren im Stadtgebiet zusammengeschlossen, jetzt handeln sie im Verbund. Gemeint sind „Hand in Hand“, bestehend aus der Kita „Sonnenschein“ am Buchenweg und der Kita „Rappelkiste“ in Lich-Steinstraß, das Familienzen-trum Koslar-Barmen (Koslarer Kita „Unterm Regenbogen“ und die katholische Kita Barmen) sowie die 2013 ebenfalls als Familienzentrum zertifizierte integrative Kita „Purzelbaum“ in Broich.

Nun wollen die bildenden, betreuenden und beratenden Zen-tren untereinander als Orte der Begegnung ihre Erfahrungen austauschen, die Stärken der einzelnen Einrichtungen nutzen und so ihr eigenes und gemeinsames Angebot verbessern. Ausdrücklich sind alle Jülicher Familien bei der Nutzung der offenen Angebote willkommen.

Das Verbund-Motto lautet „Konkurrenz genommen – Netzwerk gewonnen“. Heilpädagogin Stefanie Kleinermanns, die für die verhinderte Ideengeberin Brita Eberhardt sprach, berichtete von einer themenbezogenen Fortbildung, die mit einer Projektarbeit abgeschlossen wurde. Es folgte der Aufbau einer Lenkungsgruppe, die gemeinsam „ausgefeilt und verfeinert“ wurde. Zudem ist ein übersichtliches gemeinsames Angebotsheft in Arbeit.

Bessere Absprache

Was ist der Vorteil der engeren Vernetzung? Bessere Absprachen verhindern etwa die Dopplung offener Angebote, die jetzt im Gegenzug effektiver genutzt werden können. Natürlich behält jede Einrichtung ihr Schwerpunktthema, wie die Inklusion in der Kita „Purzelbaum“ oder die interkulturelle Bildung in der Kita „Sonnenschein“. Erwähnenswert ist zudem, dass sich der den Kitas „zugewiesene Sozialraum vor allem in der Inklusion ausgeweitet hat“.

Vielfältig ist das gemeinsame Angebot: Beraten und unterstützt wird durch Sprechstunden, durch die Vermittlung von nun ebenfalls vernetzten Kooperationspartnern wie Krankenkassen oder Diakonie, Förderzentren, Schulen, Vereinen, Mütterzentren, Therapeuten, Bildungseinrichtungen oder Senioreninitiativen, denn Familienzen-tren sind „auch Anlaufstellen im Sozialraum“. Zur breit gefächerten Palette zählen ferner individuelle Therapie- und Fördermöglichkeiten und die Vermittlung der Kindertagespflege.

Familienbildung und Erziehungspartnerschaft wird mit Elternkursen und Eltern-Kind-Gruppen unterstützt. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird durch Notbetreuung oder Mittagstisch für Familien gefördert. „Die Vernetzung stärkt und erweitert die Arbeitsqualität. Die Familienzen-tren befinden sich im regen Austausch miteinander, ergänzen sich und profitieren von den Erfahrungen, Ideen und Ressourcen der einzelnen Einrichtungen“, lobte Bürgermeister Heinrich Stommel das Engagement aller Beteiligten.

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