Jülich - Ein Gesamtkunstwerk mit Happy End

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Ein Gesamtkunstwerk mit Happy End

Von: rb
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„Night Fever, Night Fever”: die modernisierte Version des Tanzwettbewerbs um Protagonist Tony Manero spielte in der regional bekannten Discothek „Himmerich”.

Jülich. Noch immer kullern Tränen der Rührung, wenn Johnny Carter sein „Baby” Frances Houseman in die verführerische und verbotene Welt des Magic Mambo entführt und nebenbei ihr Herz im Sturm erobert - Tragik, Romantik und Happy End natürlich inklusive.

„Dirty Dancing” ist nur ein Beispiel für unvergessene Musical-Highlights, die nicht nur Musik, Tanz und Schauspiel, sondern auch jede Menge Gefühl miteinander verbinden.

Das Tanztheater Aldenhoven trat eine Reise zu diesen Höhepunkte der Tanzgeschichte an und präsentierte am Wochenende berühmte Szenen in einem neuen, selbstgestalteten Gewand. Nach einem Jahr intensiver Arbeit zeigten die rund 70 Kinder und Jugendliche, was sie bei den wöchentlichen Proben gelernt haben - und das konnte sich sehen lassen.

Energiegeladenes Ensemble

Die jungen Akteure überzeugten mit tänzerischem Können und schauspielerischer Darstellung der verschiedenen Charaktere. Ob „Dirty Dancing”, „Saturday Night Fever”, „Highschool Musical” oder „We will rock you” - das Publikum erlebte eine energiegeladene Truppe, die mit viel Freude und Ehrgeiz bei der Sache war.

Die mit viel Liebe zum Detail gestalteten Kostüme und die ausgearbeitete Licht- und Multimediashow komplementierten dieses dreistündige „Gesamtkunstwerk”, in dem insgesamt zwölf Musicals verarbeitet waren.

Hinter den Kulissen ging es dabei mindestens so aufregend zur Sache wie auf der Bühne. Eltern kümmerten sich um das Bühnenbild und die Kostüme der Tanzgruppen, die zuvor in stundenlanger Handarbeit angefertigt worden waren.

Das Tanztheater, das vor sieben Jahren als Tanz AG der Gemeinschaftsgrundschule Aldenhoven begann, übernahm Musik und typische Elemente aus den Musicals, gestaltete jedoch alle Choreografien selbst.

Unter der Leitung von Iris Freudenthal erlernten die vier Altersgruppen die jeweiligen Bewegungsabläufe und Tanzschritte sowie die schauspielerische Umsetzung der Szenen. Dazu gehörten neben Sprechszenen auch kleinere Gesangseinlagen.

Unterstützt wurde die Tanzpädagogin dabei von ihrer Tochter und Jungchoreografin Lisa Freudental, der Hip Hop-Trainerin Kira Farber und von Daniel Genreith, Trainer für Standard und Lateinamerikanische Tänze. Das Trainerteam entwickelte facettenreiche Choreografien, die verschiedene Tanzstile miteinander vereinten.

Manche Teile der Musicals wurden modernisiert, um sie möglichst realitätsnah darstellen zu können. So spielte beispielsweise der Tanzwettbewerb aus „Saturday Night Fever” in der regional bekannten Discothek „Himmerich” und auf Arielles Flucht vor den gefährlichen Moränen folgte eine beeindruckende Hip Hop-Einlage. Für eine besondere Überraschung sorgten sieben Väter, die als Männer-Ballett einen Ausschnitt aus „Sister Act” darboten.

Wichtige Grundlagen vermittelt

„Die Musicals sind teilweise über 20 Jahre alt”, erklärte Choreografin Lisa Freudenthal. „Die Kinder werden mit dieser Show früh an die Geschichte des Tanzes herangeführt und lernen wichtige Grundlagen.”

Das Publikum bewies ebenfalls sein Allgemeinwissen zum Thema Musicals und sammelte beim Quiz „Jekami - Jeder kann mitmachen” - kräftig Punkte.

Während dessen sammelte das Tanztheater unzählige Sympathiepunkte mit einer beeindruckenden und spektakulären Reise durch die Welt der „Musical Highlights”. Tosender Applaus entlohnte die vielen Arbeits- und Trainingsstunden des gesamten Teams - ein Happy End wie vom Broadway.
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