Selgersdorf - Ehrenwerte Paten taufen Strohmanes in Selgersdorf

Ehrenwerte Paten taufen Strohmanes in Selgersdorf

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Ulrike Casper und Hajo Bülles hatten die Patenschaft über den Strohmanes in Selgersdorf übernommen. Als Täufer fungierte Wolfgang Gunia. Foto: Kròl

Selgersdorf. Es war schon ein prächtiger Bursche, auch wenn ihm nur ein kurzes Leben beschieden ist, den die Karnevalsgesellschaft Strohmänner Selgersdorf da zur Taufe trug. Und es war eine prächtige Tauffeier, die ihm am Sonntag beschert wurde.

Vom Sonntagmorgen bis in die Abendstunden wurde im Festzelt gefeiert. Mehr als 20 Karnevalsgesellschaften und Vereine machten ihre Aufwartung und brachten als Taufgeschenk zumeist das Schönste und Beste mit, was die KGs zu bieten hat: Garden und Tanzgruppen.

Zahlreiche Ehrengäste wohnten diesem denkwürdigen Moment bei. Sie alle wurden von Präsident Dirk Lausberg herzlich begrüßt. Mit dabei waren natürlich auch das weibliche Dreigestirn der Strohmänner mit Prinzessin Birgit II. Eßer, Jungfrau Heike I. Emmerich, Bauer Tanja I. Krämer und „Hühnerbaron“ Prinzenführer Herbert Hilgers.

Aus Sizilien, dort wo es die besten „Paten“ gibt, hatte man sie einfliegen lassen. Mitgebracht hatten sie viel Vitamin C in Form von Apfelsinen – oder war es doch etwa Vitamin B? Hinter ihrem Mafia-Outfit mit dunklen Hemden, Sonnenbrillen und großen Ansteckblumen versteckten sich aber drei Persönlichkeiten, die im Jülicher Land bestens bekannt sind und dem Täufling ihren Namen geben sollten.

Traditionsgemäß sprach der Täufer – bekannt als der graue Wolf inmitten schwarzer Wölfe alias Wolfgang Gunia, stellvertretender Bürgermeister – die Taufformel in rheinischem Latein. Diese Sprache lebt nur im Karneval: „Regina et imperatoira et pugnatorla para unum juliacum purum hygienicum et Blacum Juliacum und so weiter, lautete der erste Name des Strohmanus in diesem Jahr, denn Ulrike Casper, Abfallberaterin der Stadt Jülich, hat die erste Patenschaft übernommen.

Im Namen ihres Patenkindes ist all dies und noch viel mehr enthalten, sagt er doch unter anderem auch aus, dass sie begeisterte Golfspielerin ist. „Johnnicus Bullicus, Imperator et gubernator et dux hortus parcus napolenicus apud flumen Rura…“ ist der zweite Taufname, denn als Homo Carnevalisticus und Mitstreiter in einer Reihe von Karnevalsvereinen wollte Hajo Bülles, Geschäftsführer des Brückenkopf-Parks, gern die Aufgaben eines Paten übernehmen.

Zu guter letzt wurde dem Burschen, der am Veilchendienstag durch die Straßen nicht nur von Selgersdorf getragen und abschließend dem Feuer übergeben wird, der Name seines Täufers Lupus Guniacus angehängt.

Ellenlang wurde also wieder sein Taufname, der ihm feierlich verliehen wurde, und den er in seinem kurzen Leben wohl nie wieder hören wird. Man mag dem Strohmanes ein langes Leben wünschen, es wird ihm nicht beschieden sein. Zum Trost war für ihn und natürlich auch für alle Gäste die Garde und Tuchgruppe angetreten, ehe es im Programm weiterging

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