Jülich - Ehrenmedaille für Dr. Helmut und Susanne Trinkaus

Ehrenmedaille für Dr. Helmut und Susanne Trinkaus

Von: hfs.
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Haben sich ehrenamtlich im kulturellen Bereich der Stadt Jülich verdient gemacht: Dr. Helmut Trinkaus und Ehefrau Susanne, denen Bürgermeister Heinrich Stommel (v.l.) auf Vorschlag des Stadtrates die Ehrenmedaille der Herzogstadt verlieh.

Jülich. „Ein Leben ohne nützliche Aufgaben und Tätigkeiten kann ich mir nicht vorstellen. Und jedes freudige Ereignis ist eine Zugabe in meinem Leben. Aber diese Ehrung ist eine besondere Zugabe für mich.” Das sagte Dr. Helmut Trinkaus, nachdem ihm und seiner Ehefrau in einer Sondersitzung des Jülicher Stadtrates die Ehrenmedaille überreicht worden war.

„Zusammen haben sie durch ihr großes ehrenamtliches Engagement das kulturelle Leben der Stadt mehr als nur bereichert”, erklärte Bürgermeister Heinrich Stommel.

In einer Stadt, so stellte es sich im Lebenslauf beider Geehrten heraus, die überhaupt nicht die Geburtstadt ist. Susanne Trinkaus wurde in Darmstadt geboren, ihr Ehemann im Odenwald.

Beide verbindet die Musik. So galt es auch diesen Aspekt zu berücksichtigen, als im Januar 1974 die Entscheidung anstand, von München, dem damaligen Domizil der Eheleute, ins norditalienische La Spezia - dort konnte Helmut Trinkaus einen gutdotierten Job bei der Nato antreten - oder als Physiker nach Jülich zur Kernforschungsanlage zu wechseln. Susanne Trinkaus´ Wunsch war es, in Italien Musik zu studieren. „Dass die Entscheidung dann auf die Herzogstadt fiel, war ein Glücksfall für unsere Stadt”, meinte Bürgermeister Heinrich Stommel in der Laudatio.

Gäste, Freunde, Angehörige, einige Ehrenmedaillenträger und der Stadtrat, der im Dezember einstimmig beschlossen hatte, den Eheleuten wegen der „großen Verdienste für die Allgemeinheit im kulturellen Bereich die Ehrenmedaille der Stadt für dieses ehrenamtliche Engagement” zu überreichen, lauschten dem Vortrag. Und das an einer Stätte, die nicht nur für die Jülicher Bürger von besonderem Reiz, sondern gerade für Familie Trinkaus als passender Rahmen nicht besser hätte geeignet sein können - die Schlosskapelle. Dort werden seit vielen Jahren die „Jülicher Schlosskonzerte” aufgeführt, als Nachfolge der im Jahre 1979 von Georg Bischof, dem damaligen Leiter der Jülicher Musikschule, eingeführten Kammerkonzertreihe. Und Bischof war es, der am Ankunftstag der Wahlmünchener in Jülich direkt die Musikerin Susanne Trinkaus für einen Liederabend anforderte. „Es fehlte die Bratsche”, erinnerte die sich nun in ihrem Dankeswort.

Von diesem Tage an war sie der Musikschule mehr als nur verbunden. „Sie haben als Musiklehrerin für Violine und Bratsche vielen jungen Menschen die Musik näher gebracht”, so Stommel. Die Geehrte war es auch, die 1978 eine Konzertreihe, zuerst in der Musikschule, später dann in der Schlosskapelle initiierte und organisierte.

Über die gemeinsam ausgeübte Musik in verschiedenen Ensembles und Chören bei renomierten Konzerten machten sich die Trinkaus einen Namen. Erst recht im Jahre 2004, als Dr. Helmut Trinkaus, der Physiker mit der besonderen Klavierbegabung, den Verein „Jülicher Schlosskonzerte” gründete, zusammen mit seiner Frau, die als künstlerische Leiterin bis zum heutigen Tag aktiv ist. „Zur Freude vieler Musikliebhaber aus nah und fern”, so Heinrich Stommel.

„Aber was sie besonders auszeichnet ist die stets freundliche, zuvorkommende und hilfsbereite Art, die die Mitmenschen an ihnen schätzen”, beschrieb der Bürgermeister die menschliche Seite der Jülicher Eheleute, überreichte anschließend unter dem Applaus der Festversammlung die Ehrenmedaille, die die Stadt seit dem Jahre 1993 an jene Bürger verleiht, die sich in besonderer und herausragender Weise ehrenamtlich verdient machen.

Dass das Ehepaar vor zehn Jahren, mit Eintritt des Geehrten in den Ruhestand, mit dem Gedanken spielte, in die Heimat nach Darmstadt zurück zu kehren, dies verriet Susanne Trinkaus in ihrem Schlusswort. „Aber es war nur ein kurzer Gedanke, denn schließlich haben wir hier seit 37 Jahren all unsere Freunde.” Trotzdem sei man aber in gewisser Weise doch noch zu den Wurzeln zurückgekommen. „Mein Mann hat bei der Ahnenforschung festgestellt, dass bereits im Jahre 1804 ein Ururur-Verwandter in Jülich lebte.”

Helmut Trinkaus sgate abschließend: „Und ein bisschen Italien haben wir ja auch in Jülich vorgefunden. Hier in der Zitadelle, hier in der Schlosskapelle.” Denn schließlich habe ja der italienische Festungsbaumeister Alexander Pasqualini gerade dort seine Spuren hinterlassen.

Musikalisch gestaltet wurde die Feierstunde von der Solopianistin Olga Alexandrowa, die mit Werken von Frdric Chopin und Claude Debussy zu glänzen wusste.
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