Drei Tage Büro im FZJ, zwei Tage FH-Hörsaal

Von: Antonius Wolters
Letzte Aktualisierung:
Serie Berufsausbildung am FZJ
Felix Eisenbeiß meistert am FZJ sein Duales Studium.

Jülich. Wenn Ulrich Ivens, der in der Zentralen Berufsausbildung des Forschungszentrums für die Personalverwaltung zuständig ist, im Zusammenhang mit dem dualen Studium Bachelor of Arts, Business Administration mit gleichzeitiger Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation von „extremen Anforderungen” spricht, kann er auch eigene Erfahrungen in die Waagschale werfen.

Ivens erlebt selbst gerade solch eine Doppelbelastung von Beruf und FH-Studium, das er demnächst abschließen wird.

Papierkram erledigen

Im Forschungszentrum werden nicht nur Berufsbilder geschult, die den Wissenschaftlern unmittelbar in Werkstätten oder Laboren zuarbeiten, auch das Drumherum will organisiert und verwaltet sein. Hier liegt das Aufgabengebiet der Kaufleute für Bürokommunikation, die im weitesten Sinne all den Papierkram zu erledigen haben. Felix Eisenbeiß gehört zu den Ambitionierten, die das duale Studium begonnen haben und parallel dazu im FZJ ihre dreijährige Berufsausbildung absolvieren. Das bedeutet in der Praxis, dass der 23-Jährige an drei Tagen im FZJ tätig ist und zwei Tage an der privaten Hochschule für Oekonomie und Management (FOM) am Studienstandort in Köln studiert. Die FOM ist die größte Hochschule in diesem Bereich, hat sich auf ausbildungsbegleitende Fachbereiche spezialisiert und ist unter anderem auch mit einem Standort in Düsseldorf vertreten, der ebenfalls von ein paar Mitarbeitern des Forschungszentrums frequentiert wird.

Nachdem Felix Eisenbeiß am Montag und Dienstag die Vorlesungen und Seminare an der Uni besucht hat, ist er im Betrieb in der Personalverwaltung beschäftigt, beispielsweise mit der Bearbeitung von Bewerbungsunterlagen. Normalerweise arbeiten die Leute dort, wo sie nach Abschluss des Studiums eingesetzt werden sollen. Unterschieden werden die Grundrichtungen Finanzen/Rechnungswesen, Personal, Investition/Finanzierung sowie Marketing. Zum Start sieht der Ausbildungsplan einen einwöchigen PC-Kurs vor, den ein Referent von außerhalb gestaltet.

Gefragt sind bei den Bewerbern neben Abitur oder Fachhochschulreife gute Noten in Mathe, Deutsch und Englisch, soziale Kompetenzen und Kommunikationsvermögen. „In den jungen Leuten schlummert in der Regel sehr viel Potenzial”, lobt Ausbilder Ivens seine Schützlinge, die teilweise auch von den jeweiligen Ausbildungsleitern in den einzelnen Organisationseinheiten des Forschungszentrums betreut werden. In der Zentralen Berufsausbildung werden sie dann nur noch für zwei Stunden oder einen Vormittag zusammengezogen.

In den letzten drei Semestern des Studiums und nach Abschluss der Ausbildung mit der IHK-Prüfung steigt die Belastung der Studenten noch weiter: An vier Tagen pro Woche arbeiten sie im FZJ, an zwei Tagen (einschließlich samstags) an der Fachhochschule. Die abschließende Bachelorarbeit kann dabei durchaus auch ein Thema aus dem Forschungszentrum behandeln.

Wie attraktiv dieser Kraftakt ist, der viele Karrierechancen eröffnet, beweist die Tatsache, dass dieses duale Studium beim Forschungszentrum Jülich Bewerber aus dem gesamten Bundesgebiet anlockt. „Und bisher haben wir noch keine Abbrecher”, frohlockt Ulrich Ivens, der sich schon auf die neuen Schulungsräume für die Kaufleute freut.
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