Diese Hundetoiletten sind nachts sogar beleuchtet

Von: ojo
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Die Behälter sind angebracht,
Die Behälter sind angebracht, Linnichs erste Hundetoilette ist einsatzbereit: Kurt Beaujean (Stadtmarketing-Verein) und die Bauhof-Mitarbeiter Bert Rüttgers und Ralf Dahmen (v. l.) befüllen den Spender. Foto: Jonel

Linnich. Nach der Möblierung des Rurdamms in Linnich - dort wurden massive Holzbänke aufgestellt, die zur Rast und zum Verweilen einladen - ging Anfang der Woche eine vielleicht noch spektakulärere Installation des Stadtmarketing-Vereins „Wir in Linnich” vonstatten.

An einer Laterne des Fußwegs vom Schwarzen Weg über den Mühlenteich hinauf zur Ostpromenade wurden Spender und „Empfänger” von Hundekotbeuteln installiert.

Die Aktion ist in zweierlei Hinsicht bemerkenswert. Zum einen, weil mit dem Stadtmarketing-Verein eine „private” Initiative diese Aufgabe übernimmt und damit die öffentliche Hand entlastet. Zum anderer ist es die technische Seite der Aktion interessant. Üblicherweise werden die grünen Metallkästen - ein Spender, gefüllt mit schwarzen Plastikbeuteln, und ein Behältnis, in dem die Beutel mit dem Hundehäufchen deponiert werden - an eigenen Trägerpfosten oder in einbetonierten Trägerrahmen befestigt.

„Der Bauhof hatte da eine weit bessere und vor allem auch haltbarere Lösung”, freute sich Kurt Beaujean, Vorsitzender des Stadtmarketing-Vereins. Die Kästen wurden so modifiziert, dass sie mit Metallbändern aus Edelstahl einfach an Laternenmasten festgezurrt werden konnten. Das ist nicht nur eine enorme Arbeitserleichterung, weit weniger aufwändig in der Konstruktion und zudem „bombenfest”, wie die Bauhofmitarbeiter Bert Rüttgers und Ralf Dahmen versichern.In knapp 20 Minuten hatten sie das erste Spender-Sammler-Ensemble benutzerfertig montiert.

Acht dieser Hundetoiletten hat der Verein angeschafft. „Wir setzen einen an jedem Zugang zur Promenade”, gibt Beaujean die Standorte an.

Der Promenadenring ist ein beliebter und entsprechend intensiv genutzter Weg für den Gassigang - und entsprechend „vermint”. Mit den Beutelspendern ließen sich die sogenannten „Tretminen” problemlos entschärfen. Und da unter jedem Spender ein Abfallbehältnis hängt, weiß jeder Hundebesitzer sofort, wo sich die nächste Entsorgungsmöglichkeit befindet.

„Wir hoffen jetzt, dass die Hundebesitzer die Hundetoiletten annehmen”, ist Beaujean gespannt auf die Resonanz. Ganz billig ist dieser Service nicht. Ein Doppel von Beutelspender und Abfallbox kostet rund 200 Euro.

Der Verein finanziert den Gesamtaufwand aus Spenden der Indeland-GmbH und aus Mitgliedsbeiträgen.
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