Die Säge wird an die Baumschutzsatzung gelegt

Von: gep
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Aldenhoven. Die Baumschutzsatzung der Gemeinde Aldenhoven, die seit 2001 gilt, kommt auf dem Prüfstand. Die Alternative lautet: Abschaffen oder überarbeiten.

Damit wird sich der Bauverwaltungsausschuss am Donnerstag, 9. Februar, ab 18 Uhr auf seiner Sitzung im Rathaus beschäftigen. Der Anstoß dazu war von der SPD-Fraktion gekommen. Nach deren Einschätzung verschwindet immer mehr Grün in der Gemeinde.

Bürgermeister Lothar Tertel will den Baumschutz zwar „ziemlich hoch halten”. Er verweist aber zugleich darauf, dass nur noch in vier von 15 Kommunen im Kreis Düren eine solche Satzung gelte. Außerdem sei in der Gemeinde Inden die Baumschutzsatzung Mitte Dezember außer Kraft gesetzt worden. Begründet worden sei das damit, dass die Aufhebung der Satzung in Nachbarkommunen zu keinen negativen Auswirkungen auf den Baumbestand geführt habe und die Gültigkeit einer Satzung teilweise sogar als Hindernisgrund für die Erhaltung bzw. Anpflanzung von Bäumen betrachtet werde.

Gärten ausgenommen

Baudezernentin Anita Klotz bezeichnet die jetzige Aldenhovener Satzung als „sinnentleert”, da Bäume mit einem Stammdurchmesser von mindestens 100 Zentimetern in Gärten vor und hinter Häusern ausgenommen seien. „Wir fragen uns ernsthaft, ob man diese Satzuung mit Leben füllen kann”, sagt sie.

Ein Aspekt sei auch der hohe Verwaltungsaufwand, der bei Fällantragen anfalle, berichtet Klotz.

Seit der 2. Änderung der Satzung im August 2001 wurden 94 Fällanträge eingereicht. In zwölf Fällen konnte keine Genehmigung erteilt werden, da keiner der Befreiungstatbestände vorlag. Ein solcher Tatbestand liegt zum Beispiel vor, wenn ein Baum krank ist, die Verkehrsicherheit bedroht oder „Gründe des allgemeinen Wohls” eine Entfernung erfordern.

In 49 Fällen wurde im Rathaus eine Fällgenehmigung erteilt. Acht Antragsteller nahmen die notwendige Ersatzpflanzung auf ihrem eigenen Grundstück vor; 41 Antragssteller leisteten eine Ausgleichszahlung mit der Zielsetzung der Neuanpflanzung auf anderen Grundstücken. In 33 Fällen wurde, so berichtet die Verwaltung, zwar eine Genehmigung erteilt, allerdings kam weder eine Ausgleichszahlung noch eine Neuanpflanzung in Betracht, da diese 33 Fälle nicht dem Geltungsbereich der Satzung unterlagen.
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