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Die Mitte des TTC schwächelt

Von: Jörg Sauer
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Michael Servaty feierte einen
Michael Servaty feierte einen rundum gelungenen Einstand in seinem ersten Meisterschaftsspiel für den TTC Indeland Jülich. Er verwandelte den ersten Matchball zum 9:6-Sieg. Foto: Gerda Kròl

Jülich. Auch wenn man im TTC-Lager vor dem Saisonauftakt gegen Bergneustadt von einer schwierigen Aufgabe sprach, ahnte wohl niemand, wie schwierig sie tatsächlich werden würde. Am Ende siegten die Indeländer knapp, aber verdient mit 9:6 gegen eine Mannschaft, die sie in der Vorsaison noch zweimal deutlich dominiert hatten.

„Ich habe schon damit gerechnet, dass es eine enge Partie wird. Aber ich habe nicht damit gerechnet, dass es so knapp wird. Am Ende bin ich jedoch mit dem Ergebnis zufrieden, die Leistung einiger Spieler ist mit Sicherheit steigerungsfähig”, kommentierte Indeland-Trainer Johannes Dimmig.

Raum nach oben ließen in jedem Fall die Leistungen von Jean Lauric und Christian Strack. Der junge Belgier, der auf Position 2 aufrückte, fand nur selten die richtige Einstellung zum Spiel. Gegen Jonathan Groth und Roman Rosenberg stand er fast grundsätzlich auf verlorenem Posten. Im mittleren Paarkreuz hatte Christian Strack, dessen Spiel normalerweise funktioniert wie ein Schweizer Uhrwerk, einen schweren Stand. Aber Strack blieb trotz seiner Niederlagen gegen Duda und Kushov entspannt: „Das war mit Sicherheit mein schlechtestes Spiel für Jülich. Die Gründe sind mir klar. Ich habe schlecht und zu wenig trainiert, in den nächsten Tagen werde ich wieder zu meiner Normalform finden.”

TTC-Manager Arnold Beginn nahm das Spiel nicht ganz so entspannt auf. Schimpfend kommentierte Beginn einzelne Spielszenen, schließlich verließ er während des Spiels wütend die ordentlich besuchte Nordhalle. „Ich konnte es nicht mehr in der Halle aushalten. Von Nr. 2 bis 4 bin ich enttäuscht. Sie müssen in den nächsten Spielen wieder an ihre Leistungen aus der Vorsaison anknüpfen.”

Grandiose Auftritte

Aber seine Jungs wendeten das Schicksal ab. Insbesondere Jülichs Spitzenspieler Ricardo Walther und das untere Paarkreuz um Daniel Halcour und Michael Servaty leisteten mit ihren grandiosen Auftritten einen enormen Beitrag zum knappen Erfolg der Jülicher. Jeder dieser drei Spieler hätte die Auszeichnung „Spieler des Tages” verdient, denn Walther, Halcour und Servaty blieben sowohl in den Einzeln als auch in den Doppeln ungeschlagen.

Gegen Rosenberg hatte der leicht nervös wirkende Walther noch etwas Sand im Getriebe, gegen Jonathan Groth siegte er nach einer taktischen Meisterleistung. „Das waren normale Startschwierigkeiten gegen Rosenberg, aber grundsätzlich habe ich gut gespielt. Über meine Konzentration habe ich immer wieder ins Spiel gefunden. Ich habe schon gedacht, dass wir uns etwas deutlicher gegen Bergneustadt durchsetzen”, bilanzierte Walther.

Daniel Halcour wirkte stets souverän. „Ich bin momentan in Topform. Ich war noch nie zuvor so stark und habe mich so gut gefühlt wie jetzt. Ich bin sehr zufrieden”, fiel sein Kommentar zum Spiel entsprechend aus. Der junge Michael Servaty feierte einen Einstand nach Maß: Jülichs quirlige Neuverpflichtung setzte mit seinem schnellen Spiel Markus Grothe und Vladislav Broda so sehr unter Druck, dass sie kaum ein Bein auf Boden bekamen. Nach fast vier Stunden Spielzeit verwandelte Servaty seinen ersten Matchball gegen Grothe zum 9:6 für Indeland.
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