Jülich - Die Kunst des Kampfes gelehrt

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Die Kunst des Kampfes gelehrt

Von: ptj
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Beeindruckendes Können jüngerer Teilnehmer: Großmeister Seung-Eun Chae (l.) sichert den Sprung über sieben Kinder ab. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Perfekt organisiert”, befanden zwei junge Schwertkämpferinnen den dreitägigen Taekwondo-Lehrgang in der Sporthalle der Nordschule Jülich. Die Veranstaltung in der Turnhalle wurde zum zweiten Mal vom Jülicher Taekwondo-Verein Han Kook ausgerichtet. Die Mädchen wollen jetzt „jedes Jahr wiederkommen”.

Insgesamt 46 Teilnehmer von 6 bis 58 Jahren aus NRW und Luxemburg waren angereist. Inhalte des Kampfkunst-Seminars waren die Taekwondo-Grundtechniken sowie der Formlauf gegen imaginäre Gegner, koreanisch: „Poomsae”. Zudem wurden Selbstverteidigung, Bruchtests und die olympische Kampf-Disziplin trainiert, für die viel Kondition und Schnelligkeit erforderlich ist.

„Interessant ist es, wenn man nur Taekwondo macht, mal in den Schwertkampf reinzuschnuppern”, herrschte unter den Teilnehmern Begeisterung über das Zusatzangebot Haidong Gumdo (koreanischer Schwertkampf), für den keine Vorkenntnisse erforderlich waren.

Seminar-Höhepunkt war eine eineinhalbstündige Demonstration aller Teilnehmer, die dem Laien Einblicke in asiatische Kampftechniken und Trainingsgeräte wie das Schlagpolster „Pratze” boten. Für die Teilnehmer diente sie als Anreiz, weiter an sich zu arbeiten.

Asiatische Hintergrundmusik erklang. Großmeister Seung-Eun Chae gab die Kommandos „Charyot kyonge”, und die Kampfsportler verbeugten sich. Es folgte die innere Vorbereitung, die der Aktivierung des Energieflusses durch den Körper dient.

„Taek won do” bedeutet „(Geistiger) Weg von Hand und Fuß”. So wurden alle Fuß- und Fausttechniken gezeigt, in Einzeldarbietungen, synchronen Gruppendemonstrationen der „Poomsae” und Sonderformen. Hier wurden die vorgegebenen Bewegungsabläufe mit mehreren Gegnern demonstriert, um Sinn und Zweck der Anwendung zu verdeutlichen. Sehr publikumswirksam waren Präsentationen, in denen die Kämpfer über mehrere Personen sprangen oder blitzschnell Bretter in den Händen ihrer Helfer mit Faustschlägen und Fußtritten zu Kleinholz verarbeiteten.

Großmeister Chae zeigte die Vervollkommnung der Technik: Mit verbundenen Augen zertrat er rechts und links je einen aufgespießten Apfel von einem Messer. „Das ist alles nur Training”, sprach er vom vorherigen Taxieren der Abstände. Interessant war im Vergleich eine Selbstverteidigungsdemonstration in verschiedenen Schnelligkeitsstufen des sanfteren Hapkido, erkennbar an runderen und weicheren Abläufen gegenüber der „harten” Kampfkunst Taekwondo. Bühnenreif fingierte ein luxemburgisches Team schließlich eine Straßenschlägerei mit Konfliktlösung durch Taekwondo-Technik.

Nicht fehlen durfte zum Abschluss die Kunst des koreanischen Schwertkampfes, in dem Großmeister Chae und sein Team höchst elegant mit dem Schwert Flammen löschten und auch Zeitungen zerschnitten.
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