Barmen - Die „Königin” ist bestens wiederhergestellt

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Die „Königin” ist bestens wiederhergestellt

Von: ls
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Alle Beteiligten des Konzertes
Alle Beteiligten des Konzertes in der Barmener Kirche am ersten Adventssonntag versammeln sich im Altarraum.

Barmen. „Der Himmel kommt zu dir und mir” war das Motto des Konzertes in der Barmener Pfarrkirche St. Martinus. Am ersten Adventssonntag gab es nach Abschluss der Sanierungsarbeiten an der Orgel ein Musikprogramm, bei dem das Publikum auf das Weihnachtsfest eingestimmt wurde.

Zu Beginn des Konzertes hatte die Königin der Instrumente gleich ihren großen Auftritt: Ottmar Esser spielte „Präludium und Fuge C-Dur Nr. 1 aus 8 Präludien und Fugen für Orgel” von Johann Sebastian Bach. Die Zuhörer konnten sich ausgiebig davon überzeugen, dass die Orgel komplett wiederhergestellt war. Ein voller Klang erfüllte die gesamte Kirche. Danach sangen alle Zuhörer gemeinsam das adventliche Lied „Wachet auf” - natürlich mit Orgelbegleitung. Die Sonate d-moll für Blockflöte, Violine und Basso continuo von Georg Friedrich Telemann folgte. Dabei war die Freude am Musizieren deutlich hörbar; der heitere und festliche Charakter der Musik passte gut zum Adventskonzert.

Natürlich durfte auch ein Rückblick auf die Sanierungsarbeiten an der Orgel nicht fehlen. In einer Präsentation wurden diese genau erläutert, damit das Publikum einen Eindruck von dem großen Aufwand bekam. Wie der Moderator des Konzertes, Alexander Kieven vom Kirchvorstand, erklärte, glich die Sanierung einer „Generalüberholung eines Motors”. Die Orgel, die entweder im Jahr 1903 oder 1904 gebaut wurde, musste komplett zerlegt werden, so dass schließlich nur noch ein „nacktes Gerippe” stand. Einiges war zu tun, denn vieles war verschlissen: Alle Orgelpfeifen wurden gesäubert, Bälge ausgetauscht, der Spieltisch wieder hergerichtet, - um nur einige Beispiele zu nennen. Von Juli bis September 2008 dauerten die Arbeiten. Im Jahr 2009 erhielt der Kirchenvorstand eine Spende von dem inzwischen verstorbenen Dr. Richard Gissler-Weber. Diese wurde verwendet, um die Orgelsanierung zu bezahlen. Zum Dank sollte es ein Konzert geben. Leider gab es einen Wasserschaden, die Kirche war lange Zeit unbenutzbar, und so fand das Dankeskonzert nun mit einiger Verspätung am ersten Advent 2011.

Nach der interessanten Präsentation sang der Kirchenchor unter der Leitung von Agnes Brodeck das fröhliche Lied „Wir warten auf das Licht”. Im Anschluss erklang die Arie „Wenn ich Jesu nur habe” aus der Telemann-Kantate „Hosianna dem Sohn David”. Die Solistin Judith Mohr überzeugte mit voller Stimme, die durch die Violinen- und Orgelbegleitung sehr gut zur Geltung kam.

Eine adventliche Meditation schloss sich an. Lucia Breuer las „Uns ist ein Kind geboren” von Werner Reiser. Darauf folgte die Arie aus dem „Messias” von Händel „Er weidet seine Herde”, ebenfalls dargeboten von Judith Mohr.

Das weihnachtliche Schlusslied „Macht hoch die Tür” sangen Kirchenchor und Gemeinde zusammen. Danach stellte Maarten te Laak, der Leiter der Overbacher Singschule, die Weihnachts-CD „Sternentanz” vor, die von den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Overbach aufgenommen wurde. Es war ein schönes weihnachtliches Konzert, bei dem die Barmener Orgel glanzvoll zur Geltung kam.
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