Die Kirmesbrücke bleibt gesperrt

Von: ojo
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Am Samstag sollte das neue Geländer eigentlich montiert sein. Doch über die Kirmesbrücke führt nach wie vor kein Weg in den Brückenkopf-Park. Foto: Jonel

Jülich. Über sieben Brücken musst Du gehen, heißt es in einem Song von Karat. In Jülich würde denen, die von der Stadtseite aus in den Brückenkopf-Park wollten, schon eine reichen, die so genannte Kirmesbrücke. Die aber ist seit Jahresbeginn schon gesperrt – und wir in diesem Zustand wohl auch ins neue Jahr gehen.

„Die Sanierung ist bis auf Weiteres verschoben“, erklärte auf Anfrage Eva Savi vom Tiefbauamt der Stadt Jülich.

Dabei schien doch alles in trockenen Tüchern. Die Ausschreibung des Brückengeländers war so gehalten, dass die Arbeiten bis zum 20. Oktober eigentlich erledigt sein sollten. Wie man sieht, sieht man davon nichts. „Wir haben das verschoben“, erklärte Fachfrau Savi. Einen Grund nannte sie ebenfalls: „Wir müssen noch einige Untersuchungen am Beton machen.“

Tatsächlich war die Betonsanierung das sensibelste der drei Arbeitsfelder der Komplettmaßnahme „Kirmesbrücke“. Nach dem Geländer und der Betonkonstruktion sollte als Letztes der Brückenbelag erneuert werden.

Innerhalb von drei Monaten müsste das zu machen sein, hatte Tiefbauamtsleiter Robert Helgers im Frühjahr überschlagen. Damals hieß es, die Haushaltslage lasse eine Sanierung nicht zu. Um es einfacher zu sagen: Die Stadt hatte kein Geld und wollte erst die Genehmigung des Haushaltes für dieses Jahr abwarten, in dem die 145.000 Euro Brückensanierung geparkt waren.

Der Haushalt ist zwischenzeitlich genehmigt. Beschleunigt hat das die Sanierung der Brücke nicht. Im Gegenteil, das Zeitfenster ist noch weiter aufgestoßen worden. In diesem Jahr, so die Auskunft aus dem Rathaus, werde das wahrscheinlich wohl nichts mehr mit der Sanierung.

Hochbetrieb im Park

„Das wissen wir seit Mittwoch auch“, bestätigte Hajo Bülles, derzeitiger Geschäftsführer der Brückenkopf-Park GmbH. Den Kohl macht diese schlechte Nachricht aus dem Rathaus auch nicht mehr fett beziehungsweise magerer. Gebraucht hätte der Park die Brücke während der Hochbetriebsphase mit seinen Großveranstaltungen wie Bauermarkt oder dem Piratenspektakel. Jetzt zum Jahresende hin flaut der Besucherstrom naturgemäß ab. Aber das ändert nicht an der Bedeutung: „Für uns als Park GmbH bedeutet die Sperrung der Brücke eine Erschwernis.“

Bülles wird deutlicher. Gerade das Publikum aus Jülich, und hierbei speziell die Älteren, seien eben nicht über die Rurbrücke und dann am Zaun vorbei zum Kassenhäuschen gegangen. Und mancher Stammbesucher habe mit Verweis auf die Brückensperrung keine Dauerkarte gekauft. „Selbstverständlich hat die Sperrung finanzielle Auswirkungen zu unserem Nachteil“, erklärt Bülles unmissverständlich. Das sei auch immer wieder Thema im Aufsichtsrat der Park-GmbH gewesen, so wie die Brücke am 7. November wieder auf der Tagesordnung der Aufsichtsratsitzung stehe. „Aber“, räumt Bülles ein, „wir sind nicht Herr des Verfahrens.“

Nach der jüngsten Prognose soll dieses aber jetzt rechtzeitig bis zum Frühjahrsfest 2014 abgeschlossen sein.

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