Die gelbe Karte ist neu im Aldenhovener Spiel um das Rathaus

Von: gep
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Ein Neubau oder nur eine energetische Sanierung des maroden Aldenhovener Rathauses? An dieser Frage werden sich die Geister im Gemeinderat scheiden. Foto: Wolters

Aldenhoven. Fünf Parteien treten in Aldenhoven zur Kommunalwahl an. Neu am Start ist die FDP, die sich vor der Hintergrund des bundesweiten Aufwärtstrends für die Liberalen in Aldenhoven neu gegründet hat und in allen 14 Wahlbezirken antritt.

Einziger Einzelbewerber um ein Mandat ist Jakob Leipertz, seit 1990 Ortsbürgermeister in Freialdenhoven und seit 1994 Ratsherr, der im Januar die CDU verließ. Aldenhoven wird zurzeit von einer Koalition aus CDU und Unabhängiger sozialer Alternative (UsA) regiert. Auf deren Ticket war der derzeitige Bürgermeister Lothar Tertel, ein Parteiloser mit SPD-Vergangenheit, 2007 ins Amt gewählt worden.

Die politischen Konfliktlinien im neuen Gemeinderat sind vorgezeichnet: Während CDU und SPD vor allem auf den Themenfeldern Arbeitsplätze-Schaffung und Verkauf der gemeindeeigenen Woga aneinandergeraten werden, dürfte der Neubau des Rathauses oder dessen Sanierung zu heißen Debatten führen.

Doch alle Streitpunkte überschattet die Frage der finanzpolitischen Manövrierfähigkeit. Die klamme Kommune steht schon jetzt mit einem Bein im „Haushaltssicherungskonzept”, das die Bezirksregierung Köln verhängt, wenn finanziell nichts mehr geht.

Das Gemeindeprüfungsamt (GPA) des Landes hat bereits zur Konsolidierung der Gemeindefinanzen den Verkauf des gesamten Wohnungsbestandes vorgeschlagen. Ob ein Weg daran vorbeiführt? Verschärft wird die Lage durch die Buchhaltungsvorschriften des „Neuen kommunalen Finanzmanagements” (NKF), das strukturschwachen Gemeinden wie der ehemaligen Bergbaukommune Aldenhoven wie ein Mühlstein anhängt.
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