Die Aufholjagd des TTC elektrisiert Jülicher Fans

Von: Jörg Sauer
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Mit Biss und Feingefühl: Axel Fischer machte den Sieg am Freitag durch den Erfolg gegen Andreas Fejer-Konnert perfekt. Foto: Król

Jülich. Nach einer fast unglaublichen Aufholjagd besiegte der TTC Indeland Jülich am Freitagabend den TTC Hagen mit 9:5. Auf Grund des Fußball-Länderspiels fanden zwar nur rund 100 Zuschauer den Weg in die Jülicher Nordhalle, doch diese feierten das junge Jülicher Sextett völlig begeistert, nachdem es mit sieben Siegen in Folge den 2:5-Rückstand in den Sieg umgemünzt hatte.

„Das war eine Tischtennis-Party! Jeder, der zu Hause vor dem Fernseher das Fußballspiel geschaut hat, hat ein tolles Live-Event in Jülich verpasst”, kommentierte der begeisterte TTC-Cheftrainer Johannes Dimmig.

Dabei begann der Abend für die Jülicher kaum verheißungsvoll. Nach den Doppeln lag der TTC mit 0:3 hinten, zwei davon endeten knapp im fünften Satz zu Gunsten der Gäste. „Mit Glück hätten wir auch ein oder zwei Doppel gewinnen können, aber die Hagener Doppel sind sehr stark. Das sind drei gefährliche Rechts-Links-Kombinationen; die sind immer für drei Punkte gut”, meinte Dimmig.

Auch in den Einzeln hatte Indeland zunächst ein wenig Sand im Getriebe, oder um es nüchtern zu sagen: Es lief alles erwartungsgemäß. Denn eigentlich hatte keiner einen Sieg von Ricardo Walther über den bärenstarke Ungarn Daniel Kosiba auf der Rechnung, und Christian Strack war gegen den Serben Dragan Subotic ebenso krasser Außenseiter.

Strack: „Ich hatte Probleme mit seinen Aufschlägen, und nach meinem Service kam er immer sofort ins Spiel, so ist es natürlich schwer, ein Spiel zu gewinnen.” Filip Szymanski und Jean Lauric punkteten hingegen ebenso sicher gegen Brosig und Berkenkamp. Mit Blick auf den Zwischenstand hatte der TTC den Tiefpunkt erreicht.

Jetzt war jedem klar: Es würde keine „Leistung von der Stange” reichen, um Hagen noch zu gefährden; es musste ein „Feuerwerk” her, eine Aufholjagd sondergleichen, um das fast Unmögliche noch möglich zu machen. Der TTC zündete sieben Siege in Folge, und die Zuschauer waren Feuer und Flamme zugleich.

Den ersten „Wink” in die aus Jülicher Sicht richtige Richtung gaben die Siege im unteren Paarkreuz: Fischer und Halcour verkürzten auf 4:5. Szymanski schaffte im Spiel des Tages eine Überraschung und schlug Kosiba, einen der stärksten Spieler der 2. Bundesliga, eindrucksvoll in vier Sätzen. Nach Walthers Sieg über Brosig führte Jülich erstmals.

Der Belgier Jean Lauric, der zum zweiten Mal in Folge eine tolle Leistung abrief, und Christian Strack bauten die Führung sogar auf 8:5 aus. Axel Fischers Fünf-Satz-Erfolg über den ehemaligen Jülicher Andreas Fejer-Konnert sorgte für den am Ende hoch verdienten 9:5-Sieg der Indeländer. „Wir haben Moral bewiesen. Ich bin mit der Leistung jedes Spielers zufrieden. Es war eine absolut geschlossene Mannschaftsleistung und ein toller Abend!”, lobte Coach Dimmig.

Am Sonntagabend schien sogar die Tabellenführung möglich: In Bergneustadt lief es in den Doppeln leicht besser (1:2), aber wieder brachten starke Einzelleistungen Jülich deutlich in Führung.
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