Jülich - Detektiv sitzt auch mal im Frisierstuhl

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Detektiv sitzt auch mal im Frisierstuhl

Von: ptj
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„Tatort” Salon: Christian Schünemann (li.) liest aus seinem dritten „Fall für den Frisör”. Foto: Jagodzinska

Jülich. Ein Frisör beschäftigt sich selten mit einem Mordfall. Der Jülicher Frank Körfer hatte jedoch zu einer Autorenlesung in seinen Salon eingeladen, wo sein fiktiver Berufskollege Tomas Prinz als Münchner Starfrisör seinen dritten Mordfall löst.

Autor Christian Schünemann las im ungewohnten Ambiente eines Salons mit lila und rosafarbenen Wandfarben aus seinem dritten „Fall für den Frisör” mit dem Titel „Die Studentin”. Sein erster Roman wurde beim Internationalen Wettbewerb junger Autoren bereits preisgekrönt.

Die ausgefallene Idee, einen Frisör ermitteln zu lassen, kam dem heute in Berlin lebenden Autoren gemeinsam beim Kaffee. „Ein Frisör erfährt sehr viele Dinge über Menschen, deshalb ist er als Ermittler ideal”, überlegte Schünemann, 1968 in Bremen geboren.

Er studierte Slawistik in St. Petersburg und Berlin und absolvierte dort die Evangelische Journalistenschule. Zudem arbeitete er in Moskau und Herzegowina. Seine Kenntnisse aus der Müncher High Society erwarb er vor Ort mit einem halben Jahr als Redakteur beim „Cosmopolitan”.

Zur Handlung: Durch Rosemary Clifford, das Au-Pair-Mädchen seiner Schwester, gerät Tomas Prinz - wie immer völlig unbeabsichtigt - in die wachsenden Intrigen am Anglistik-Institut der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, wo die „Beauty” auf ungewöhnliche Weise zur Titelfigur wird. Ist ihre strukturalistische Professorin Mara Makowski das Mordopfer am Ende der ausgewählten Passagen? Schünemann ließ die entscheidende Frage unbeantwortet, will er beim ausschließlich weiblichen Publikum die Leselust wecken.

Die Rahmenhandlung des eher gemütlichen Krimis amüsiert mit liebevoll arrangierten Szenen im Frisörsalon, im entsprechenden Fachjargon über die angesagtesten Haarfarbnuancen und ihre Wirkung auf der einen und das Kontrastprogramm Studentenleben auf der anderen Seite. Zudem lässt die häufige Erwähnung von Tomas´ Freund Aljoscha eine in den Romanen zuvor ausführlicher erwähnte Beziehung erahnen. Und Spannung steigt immer wieder an.

Die Lesung kam an, wie der Applaus deutlich bewies.
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