Jülich - Der TTC Jülich verblüfft die Fachwelt

Der TTC Jülich verblüfft die Fachwelt

Von: Volker Uerlings
Letzte Aktualisierung:
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In absoluter Topform und derzeit einer der besten deutschen Spieler überhaupt: Hermann Mühlbach, die Nr. 2 des TTC Indeland Jülich. Foto: Kròl

Jülich. Ein Grinsen kann er sich nicht verkneifen. Arnold Beginn, Ehrenpräsident und Manager des TTC Indeland, staunt Seite an Seite mit der Fachwelt über „sein Team“, lächelt aber. „Von den Zweitliga-Vereinen haben acht Passau und zwei Frickenhausen als Meister getippt. Uns hatte niemand auf der Rechnung.“

 Vor einer guten Woche aber bezwang sogar ein TTC, der nicht in Bestbesetzung antreten konnte, Passau im Spitzenspiel mit 6:2. Auf die Meisterschaft haben es die Rheinländer nicht unbedingt abgesehen, aber sie machen von sich reden – in der Liga und auch im Pokal. Denn wenigstens am 20. Dezember erleben die Indeländer wieder einmal den Glanz alter Zeiten bei der Pokal-Endrunde in Fulda, die sie als einziger Zweitligist erreicht haben.

Gegner im Viertelfinale, das wie die gesamte Endrunde in der Esperanto-Halle in Fulda vor sicher großer Kulisse ausgetragen wird, ist der 1. FC Saarbrücken TT, der neben Düsseldorf zu den Titelanwärtern zählt. Da werden kurz vor Weihnachten bei TTC-Anhängern Erinnerungen an die „goldenen Jahre“ und Partien gegen den damaligen ATSV Saarbrücken wach.

„Eigentlich sind wir chancenlos, aber es ist eben der Pokalwettbewerb. Saarbrücken jedenfalls hat gehörigen Respekt vor uns – sagen sie“, hat Arnold Beginn erfahren. Beide Vereine haben den selben Ausrüster mit Sitz in Saarbrücken. „Natürlich wollen die uns auch stark reden, aber man merkt, dass unsere Mannschaft Aufmerksamkeit erregt. Vor allem zu Hermann Mühlbach erreichen mich Spieltag für Spieltag Kommentare“, berichtet der Ehrenpräsident.

Das ist kein Wunder, schließlich ist die Nr. 2 bislang an zehn von 23 TTC-Siegpunkten in Einzel und Doppel beteiligt gewesen. In vier Zweitliga-Begegnungen hat er gegen drei gegnerische Spitzenbretter gewonnen. Er gehört aktuell zu den stärksten deutschen Spielern in 1. und 2. Liga, obwohl er sich nicht in erster Linie auf den aktiven Sport konzentrieren kann. „Er trainiert nicht mehr so viel wie früher“, erzählt Arnold Beginn, da Mühlbach auch als Verbandstrainer in Luxemburg gefordert ist.

Der TTC Indeland ist in dieser Saison ein echtes Team aus dem Dreiländereck mit dem Belgier Lauric Jean, dem Niederländer Ewout Oostwouder, dem Deutschen Hermann Mühlbach plus japanischem Publikumsliebling „Yoshi“ Ozawa und Jülicher Trainer Miro Broda. Und wenn mal einer fehlt, rücken mit Jonas Lenzen oder Lukas Kneier Eigengewächse aus dem Oberligateam nach.

Wie das Team auch aussieht: Am Sonntagnachmittag will der TTC beim ASV Grünwettersbach (Karlsruhe) auch im fünften Spiel ungeschlagen bleiben.

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