Der TTC Indeland will Rang zwei festigen

Von: Jörg Sauer
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TTC-Trainer Johannes Dimmig (B
TTC-Trainer Johannes Dimmig (Bildmitte), hier mit Thomas Brosig (l.) und Michael Servaty, möchte am Ostermontag in der heimischen Nordhalle die Auswärtsschwäche Borsums nutzen. Foto: Kròl

Jülich. Der TTC Indeland Jülich musste seine Saisonziele nach der 7:9-Niederlage beim SV Siek korrigieren: Zwei Spieltage vor Saisonende, wird die Vizemeisterschaft in der 2. Tischtennis-Bundesliga als Ziel angegeben.

Ein Heimsieg gegen den TTS Borsum ist am Ostermontag um 15 Uhr fast zwingend erforderlich, um dieses Ziel tatsächlich zu erreichen.

Wenn es in der 2. Bundesliga einen Angstgegner für die Jülicher gibt, dann ist es wohl der TTS Borsum. Von bislang drei Aufeinandertreffen gewannen die Indeländer bislang nur eine einzige. Formuliert man es positiv: Bislang hat der TTC nur in eigener Halle nie gegen Borsum verloren. Dennoch haben die Jülicher gehörigen Respekt vor dem Traditionsverein aus der Nähe von Hildesheim.

„Zweitliga-Dinosaurier”

Seit über 60 Jahren existiert der Club und seit fast drei Jahrzehnten spielen sie, mit kurzen Unterbrechungen, in der 2. Bundesliga. Sie hatten gar mehrfach die Möglichkeit in die erste Liga aufzusteigen. Nur aus wirtschaftlicher Vernunft verzichteten die Gäste. Man kann mit gutem Recht den TTS Borsum als „Zweitliga-Dinosaurier” bezeichnen. Momentan rangiert die Mannschaft auf dem sechsten Tabellenplatz und verfügt über eine sehr junge, talentierte Mannschaft.

Der Slowene Jan Zibrat und der Chilene Felipe Olivares starteten vor zirka zwei Wochen sogar bei der Tischtennis-Mannschaft-Weltmeisterschaft in Dortmund und zogen die Blicke einiger Erstliga-Scouts auf sich. Das gute Abschneiden von Zibrat und Olivares ist auch dem Jülicher Trainer Johannes Dimmig nicht entgangen: „Die beiden haben eine sehr gute WM gespielt. Viel besser als es manche Experten vermutet haben. Aber sie sind sehr jung und es ist abzuwarten, wie sie das Turnier verkraftet haben.”

Im Jülicher Lager ist es kurz vor dem Saisonende ruhig. Lauric Jean startete auch für sein Heimatland Belgien bei der WM und erreichte mit dem Team den fast unterirdischen Platz 34. Jean spielte eine eher mittelprächtige WM: Neben einigen ansprechenden Leistungen verlor eher allerdings auch gegen Amateure aus Ägypten und dem Iran. Jülichs Spitzenspieler Ricardo Walther, der knapp an einer Nominierung für die Deutsche Nationalmannschaft vorbeischrammte, verfolgte das Turnier größtenteils zu Hause am PC vor dem Live-Stream.

Walther erzählte: „Ich habe mich sehr über die Silbermedaille der Jungs gefreut. Seit Anfang der Woche habe ich meinen Wehrdienst bei der Sportkompanie in Hannover begonnen. Das ist natürlich eine Umstellung für mich. Erschwerend kommt die Wettkampfpause hinzu, die die WM bedingte. Eigentlich bin ich ganz gut in Form.”

Auch Indeland-Coach Dimmig ist selbstbewusst und positiv gestimmt: „Borsum ist auswärts wesentlich schwächer. Wir wollen gewinnen und den zweiten Tabellenplatz festigen.” Manager Arnold Beginn ist zuversichtlich und tippt auf einen Sieg seiner Schützlinge.
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