Jülich - Der TTC Indeland ist als David unterwegs

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Der TTC Indeland ist als David unterwegs

Von: Jörg Sauer
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Chancenlos beim Titelfavoriten? Trainer Johannes Dimmig (v.l.) und Manager Arnold Beginn rechnen nicht damit, dass es ohne Trinko Keen in Bergneustadt etwas zu gewinnen gibt.

Jülich. Seitdem der TTC Indeland Jülich der 2. Tischtennis-Bundesliga angehört, und das ist seit nunmehr drei Spielzeiten, sprechen die Verantwortlichen beim TTC von der „stärksten 2. Liga aller Zeiten“. Zu Recht, denn kurz vor der Umstellung auf das Vierer-Mannschaftssystem haben viele Mannschaften aufgerüstet. Morgen trifft der TTC in Bergneustadt auf eine Mannschaft, die zu den Besten unter den Starken gehört und sogar in dieser Saison in die höchste deutsche Spielklasse aufsteigen will.

„Das wird das leichteste Spiel in dieser Saison für uns, denn wir werden gar keine Chance auf den Sieg haben“, erzählte TTC-Manager Arnold Beginn. Indelands Cheftrainer Johannes Dimmig äußerte sich ähnlich plakativ: „Selbst wenn ich die Ergebnisse freundlich tippe, komme ich nicht über sechs Punkte für uns hinaus. Ergo: Wir wollen ein gutes Spiel machen, uns möglichst teuer verkaufen und nicht unter die Räder kommen. Einen Sieg halte ich für unmöglich.“

Dadurch dass Trinko Keen definitiv nicht mit von der Partie sein wird, müssen drei TTC-Spieler in einem ungewohnten, höheren Paarkreuz spielen. Jean Lauric muss gegen die besten Bergneustädter Tomislav Kojic und Benedikt Duda bestehen, Michael Servaty rutscht ins starke mittlere Paarkreuz und steht Roman Rosenberg und Muhamed Kushov gegenüber. Anton Adler, der am Wochenende unglücklich zwei Niederlagen einstecken musste, trifft auf Vlado Broda und Patrick Würtz.

Eigentlich darf man von allen „Aufrutschern“ im Jülicher Team nicht viel erwarten. Doch welcher Spieler hat gegen die sehr gut besetzte Bergneustädter Mannschaft eine Chance? Vielleicht kann Hermann Mühlbach gegen den jungen aufstrebenden Benedikt Duda bestehen. Dymtro Pysar schlüpft gegen Rosenberg und Kushov sicherlich in die Favoritenrolle. Gianluca Walter, der sich momentan in glänzender Verfassung befindet, könnte Broda und Würtz ebenfalls in Bedrängnis bringen.

Unterm Strich resultieren hieraus, wird noch ein erfolgreiches Doppel mit eingeplant, fünf bis sechs Punkte. Neun bräuchten die Indeländer zum Sieg.

„Bergneustadt spielt dieses Jahr in einer anderen Liga. Für mich sind sie heißester Titelanwärter. Sie sind in der Lage sportlich und wirtschaftlich die erste Bundesliga in den kommenden Jahren zu stemmen“, erklärte Beginn. Noch vor wenigen Monaten haderte Beginn über die mangelnde Professionalität bei vielen Zweitligavereinen und nannte als erstes Bergneustadt. Heute ist er voller Lob und betont, dass ihr Sponsor durch einige gezielte Finanzspritzen den Verein aufgewertet hat. Der Startschuss zum wohl ungleichen Kräftemessen fällt am Sonntag um 18 Uhr in der Sporthalle der Realschule in Bergneustadt.

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