Der SCJ will von unten nach oben die Kurve kriegen

Von: Kr.
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Das neue Gesicht des SC Jülich 1910/97: Mit starker Jugendarbeit und Projekten will der Traditionsklub langsam wieder nach oben. Foto: Kròl

Jülich. Die „Zehner” waren einmal der sportliche Botschafter der Herzogstadt. Als dreifacher Deutscher Amateurmeister wurde der Fußballklub von den Menschen frenetisch gefeiert. Das alles ist Vergangenheit. Nach zwei Insolvenzen ist der SC Jülich 1910/97 inzwischen in der untersten Amateurklasse angekommen.

Doch allmählich sieht der amtierende Vorstand Anzeichen, dass der Verein „die Kurve kriegt”, was natürlich auch erklärter Wille ist. Man besinnt sich alter Stärken und baut für die Zukunft auf die Jugend. In etwa drei bis fünf Jahren will der Club zumindest in die Kreisliga A zurückgekehrt sein und langfristig in einem Zeitraum von 12 bis 15 Jahren Jülich wieder im oberen Amateurbereich agieren.

Imageverbesserung und ein Sponsorenpool

Der Abschluss des Insolvenzverfahrens und die Imageverbesserung des Vereins sowie die Gründung eines Sponsorenpools sind laut Vorstand die ersten Schritte, die in diese Richtung getan wurden. Sicherlich hätten die Hallenkreismeisterschaften, die Jülich ausrichtete, die Teilnahme des Vereins am Jülicher Kengerzoch und auch die Verpflichtung von Michael Kornetzki als neuem Trainer, zur Verbesserung des Ansehens beigetragen. Als nächster Schritt wurde die Arbeit der Jugendabteilung intensiviert. Voller Stolz verkündeten Jugendleiter Arno Dombrowa und Koordinator Wolfgang Mittag, dass man in der neuen Saison Mannschaften in allen Altersklassen melden könne.

Damit sei ein wichtiges Ziel erreicht. Noch sucht man weitere Trainer, die von Wolfgang Mittag (A-Lizenz) ausgebildet werden. Die gute Ausbildung der Trainer ist dem Vorstand besonders wichtig, schließlich sollen sie auch soziale Kompetenzen übernehmen.

Sozialschwache Kinder und ihre Familien sollen abgeholt und begleitet werden. Wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit ist auch das alljährliche Feriencamp. Zu den Neuerungen innerhalb des Vereins zählt auch die Öffnung des Vereinscafés immer dann, wenn sich auf dem „Zehner”-Platz etwas tun - bei allen Heimspielen oder bei vereinsübergreifenden Veranstaltungen.

Stützpunkt „Straßenfußball”


Stützpunkt „Straßenfußball” ist ein weiteres ehrgeiziges Projekt, das ins Leben gerufen wurde. Unter Aufsicht, doch ohne im Verein aktiv zu werden, kann der Nachwuchs demnächst auf dem Sportplatz seinem Hobby nachgehen.

An ältere Menschen, die sich bisher kaum sportlich betätigten oder die lieber in Gesellschaft laufen, richtet sich das Angebot des Lauftreffs. Unter Anleitung von Wolfgang Mittag werden sie herangeführt. Information dazu gibt es unter oder unter womi62@gmx.de oder telefonisch unter 0151/25789405.

Vermehrt setzten sich die Mitglieder unterstützt durch die Stadt bei der Platzpflege und Sanierung der Stadionanlage ein. Intensiviert wurde die Kooperation mit den Schulen. Bei all diesen Aktivitäten wird gleichzeitig das 100-jährige Bestehen des Clubs vorbereitet.

Maßgeblich an den Vorbereitungen des Festes und der Festschrift ist „Zehner”-Urgestein Günter Kuhn. All diese Projekte und „das großartige Engagement”, das dahinter steckt, wertet Vorsitzender Michael Lingnau als Indiz dafür, dass es mit dem SC Jülich 10/97 aufwärts geht. „Wir müssen diesen Neuaufbau von unten nach oben angehen. Nur so wird auch die erste Mannschaft stark”, erklärte er das Engagement vor allem im Jugendbereich.
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