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Der Malteserhilfsdienst bleibt in der Region aktiv

Von: ptj
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„Wir sind stark in der Region vertreten”: Das betonen (v.l.) Peter Hine, Stadtbeauftragter Dr. Dieter Scheidt und Bezirksgeschäftsführer Wolfgang Heidinger. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Wir ziehen uns nicht aus dem Kreis zurück, im Gegenteil”, signalisieren die Malteser, Dienststellenleiter Peter Hine, Stadtbeauftragter Dr. Dieter Scheidt und Diözesangeschäftsführer Wolfgang Heidinger. In der öffentlichen Diskussion um das ehemalige Jülicher Malteserkrankenhaus stellen sie Verantwortlichkeiten klar.

Das Dach der Organisation bildet die 900 Jahre alte „Deutsche Assoziation des Malteserordens”, ihnen untersteht die Holding-GmbH „Deutsche Malteser” und die Malteser Hilfsdienste (MHD). Diese haben sich in Jülich seit 1963 Schritt für Schritt etabliert. „Ihre ehrenamtliche Arbeit schätzen und unterstützen sehr viele Fördermitglieder”, sagt Scheidt.

Begonnen mit Notfalldiensten und der Vorsorge über Erste-Hilfe-Kurse und Sanitätsdienste, bilden sie aus und dürfen sich „Lehrrettungswache” schimpfen. Rund 50 Kurse finden jährlich statt. So werden Schwesternhelferinnen geschult, interne Kurse gehalten unter anderem zum Einsatzsanitäter und eine dreijährige Ausbildung zum Rettungsassistenten. Mit der Stadt Jülich als Träger der Rettungswachen fahren die MHD-Wache im Königskamp und die Außenwache in Linnich rund 6000 Einsätze jährlich.

Der MHD ist im Bereich der Gefahrenabwehr seit vielen Jahren mit seinem Sanitätsdienst bei etwa 125 Veranstaltungen im Jahr vertreten, in großen Schadenslagen stellt er zusätzliches Personal und Fahrzeuge. Rund um die Uhr in allen „ungeraden Wochen” sind ehrenamtliche Malteser „Organisatorische Einsatzleiter” im Rettungsdienst. Der leitende Notarzt wird von einem Fahrer der Malteser in einem Zubringerfahrzeug gefahren.

Täglich beliefert der „Fahrbare Mittagstisch” über 100 Menschen mit warmem Essen, mehr als 350 ältere Leute im Kreis Düren nutzten den Malteser-Hausnotruf. Für die Bekleidung Bedürftiger sorgen rund 20 Altkleidercontainer im Nordkreis. Zudem verleiht der MHD zwei Spülmobile. Und seit einem Jahr werden betreute Krankenfahrten organisiert. Scheidt benennt neben der „stillen Auslandshilfe” das Projekt „Abenteuer helfen” für Kindergärten und Grundschulen, einem Projekt zur Verbesserung von Hilfsbereitschaft und Eigenverantwortung, in dem die Kinder „bestimmen, wo es lang geht”.

Auf der untersten Stufe des Malteser-Konstrukts stehen die Malteser-Hilfsdienst gGmbH, die hauptamtlich für die Entwicklung sozialunternehmerischer Dienste sorgt, die Malteserträgergesellschaft gGmbH und die Malteser-Werke gGmbH mit Migranten- und Jugendeinrichtungen. In der Trägergesellschaft bündelt der Orden zurzeit acht Krankenhäuser, eine Fachklinik für Naturheilverfahren, 22 Altenhilfeeinrichtungen, neun Einrichtungen für Hospizarbeit und Palliativmedizin und sechs ambulante Pflegedienste in Deutschland. Eine „gelungene Zusammenarbeit in fairer offener Konkurrenz” verbindet die Malteser mit dem Deutschen Roten Kreuz.
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