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Der fünfte Fall der Hastenrath-Saga im Kuba

Von: ptj
Letzte Aktualisierung:
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Bei der Comedy-Lesung im Kuba begeistern Christian Macharski alias Hastenraths Will und die Sprecherin Juliane Albersmeier. Foto: Jagodzinska

Jülich. Als bauernschlauer „Landwirt der Herzen“ und charismatischer Ortsvorsteher des beschaulichen Saffelen trat Hastenraths Will alias Christian Macharski auf die KuBa-Bühne und versicherte: „Ich bin einer von Sie“.

Diesmal wollte der Kabarettist und Autor allerdings eine Lesung ankündigen: Die seines brandneuen Dorf-Krimis „Der Tango des Todes“, inzwischen der fünfte Fall in der Hastenrath-Saga. „Die Geschichte hat das Leben selbst geschrieben und nicht der Herr Macharski“, der Hastenraths Will um die Präsentation des Buches gebeten habe. Einer der Protagonisten des lustigen und zugleich spannenden Kriminalromans ist natürlich Hastenraths Will selber, der mit begrenzter Intelligenz, dafür aber mit Herz und unerschütterlichem Selbstbewusstsein auf Täterjagd geht.

Die Handlung beginnt mit „einem ganz normaler Tag: Aufstehen, Kühe melken, von d‘r Frau angeschrien werden“. Bis auf einmal ein trauriger Clown vor der Türe steht, woraufhin der Protagonist einem kleinen Wanderzirkus seine Weide zur Verfügung stellt. Die eigentliche Lesung von vier ausgewählten Szenen übernahm die Kölner Sprecherin Juliane Albersmeier, natürlich stets unterbrochen von Hastenraths Wills augenzwinkernden Erinnerungen und Kommentaren.

Die erste Szene: Will beobachtet heimlich eine Hüften schwingende, aphrodisierend duftende, exotische Zirkustänzerin. Als er sich ein Erinnerungstuch stibitzen will, wird er brutal von hinten niedergeschlagen. „Der Herr Macharski hat dat ein bisschen dramaturgisch aufgebaut. Die Zeit im Buch zerdehnt sich ja für d‘r Leser“, erklärte Hastenrath dem lachenden Publikum.

Szene zwei überschreibt der Darsteller mit „Let‘s go Partytime“: Auf der Willkommensparty von Einfaltspinsel Fredi Jaspsers treffen sich Will, seine übergewichtige Gattin Marlene, deren nicht minder schlanke Freundin Billa, Hauptkommissar Peter Kleinheinz, Saffelens „bester Schwarzarbeiter“ Karl-Heinz Schlömer, und der später einzige Zeuge des Verbrechens, Richard Borowka. In Szene drei kommt es zu einem „explodierenden Inferno ländlicher Feierkultur“ mit detailreich beschriebener heißer Liebesszene. Zwischendurch erklärte Albersmeier dem dümmlich dreinschauenden Hastenrath „hochgestochenes Lehrergequatsche“: Tataros aus der griechischen Mythologie sei „ein Teil der Unterwelt, der noch unter dem Hades liegt“.

Nach einer knappen Stunde höchst amüsantem Mix aus Comedy und Lesung ging „der Krimi endlich los“: Jupp wird niedergeschlagen und Borowka verliert seine Erinnerung an die Geschehnisse. Es kommt zu einer tödlichen Bedrohung durch Drogen- und Menschenhändler, die im Handgemenge mit einem erneuten K.O. Hastenraths endet. Eine „sehr schöne kleine Nebengeschichte“ war Thema der vierten Szene: Der aus Berlin heimgekehrte Fredi Jaspers bewirbt sich erneut bei seinem ehemaligen Chef Heribert Oellers, dessen Firma „das Saffelener Gewerbegebiet ist“.

Nach kräftigem Applaus gab es eine Zugabe, die „nicht im Buch steht“: Will und Marlene unterhalten sich, und es kommt heraus: Sie hat ihn mit ihrer Handtasche in Szene eins niedergeschlagen.

Weitere Fragen beantwortete das Duo gerne beim Signieren der Bücher.

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