Der „Franz-von-Sales-Hof“ steht kurz vor der Vollendung

Von: -vpu-
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Das frühere Overbacher Internat heißt nun „Franz-von-Sales-Hof“ und steht ab Mai auch Touristen zur Verfügung.
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Pater Josef Költringer in einem der Maisonette-Zimmer gleich unter dem Dach des früheren Overbacher Internat-Gebäudes. Per Leiter geht es auf die Schlaf-Etage.

Barmen. Eine gewisse Rest-Skepsis bleibt bei Pater Josef Költringer. Dem Verantwortlichen auf dem Campus Overbach klingt hat zwar das Versprechen des Architekten in den Ohren, wonach bis Anfang Mai alles fertig sein soll. Wer aber das frühere Internat betritt und die Heerscharen von Handwerkern sieht, braucht starken Glauben. Daran wird es beim Ordensmann der Oblaten des Heiligen Franz von Sales nicht scheitern.

„Er hat‘s gesagt, also wird es auch klappen.“ In knapp drei Wochen also soll der größte Overbacher Umbau der letzten Jahrzehnte abgeschlossen sein – und das ist durchaus doppeldeutig gemeint.

Das Internatsgebäude heißt nun „Franz-von-Sales-Hof“ und steht damit bald als Herberge für Gäste zur Verfügung. „Vom Pilger bis zum Touristen“ ist laut Költringer jeder willkommen. Overbach öffnet sich hier quasi für Gott und die Welt. Die externen Gäste, die einfach ausspannen und übernachten oder auch ein mehrtägiges Bildungsangebot nutzen wollen, sind auf den beiden oberen Etagen des früheren Internates untergebracht. Einzelzimmer, Doppelzimmer und Maisonettezimmer mit separater offener Schlafetage sind entstanden: 32 an der Zahl mit 61 Betten, erklärt Költringer. In den beiden unteren Etagen befinden sich Klassenräume fürs Gymnasium und moderne Tagungsräume. Das vollständige touristische Verpflegungsangebot vom Frühstück bis zur Vollpension ist an sieben Tagen buchbar.

Der großflächige Umbau hat über vier Millionen Euro gekostet. In Addition mit weiteren Sanierungen – unter anderem an der Heiztechnik – summiert sich der Aufwand auf fünf Millionen Euro. „Bald sind wir durch“, atmet Pater Költringer hörbar auf. Jetzt sollen möglichst viele Gäste dafür sorgen, dass sich die Investition langfristig rechnet. Und das ist auch dringend erforderlich, weil zuletzt auch baubedingt Einnahmen ausgeblieben sind. Das Science College konnte während der Sanierungsphase nicht so genutzt werden wie geplant, weil Übernachtungsmöglichkeiten fehlten.

Mit der Schließung des Internates, der Einstellung des „weltlichen“ Geschäftsführers Ralf Stutzke, der schon nicht mehr in Overbach arbeitet, und vor allem auch personellen Umstrukturierungen hat es einen großen Eingriff in die lange unveränderte Barmener Landschaft gegeben. Das ging nicht schmerzfrei und sorgte für Kritik und Mutmaßungen.

Der Orden und der Geschäftsführer blicken nun nach vorn. Im Sommer – etwa Mitte Juli – wird es eine große Eröffnung und auch ein Schulfest geben. Dann öffnet Overbach symbolisch die Türen, denn sie stehen schon ab Mai de facto sperrangelweit auf.

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