Der Driesch soll für Zirkusbetriebe zugänglich bleiben

Von: ahw
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Der Driesch in Inden/Altdorf soll weiterhin für Zirkusveranstaltungen zur Verfügung stehen, empfiehlt der Hauptausschuss. Foto: Wolters

Inden. Der Driesch in Inden/Altdorf, das grüne Viereck zwischen Bürgerhalle, Pfarrkirche St. Clemens und St. Pankratius und dem Wehebach, wird übers Jahr betrachtet vielfältig genutzt. Hier feiern Karnevalisten, Maigesellschaft und Schützenbruderschaft mit der Bevölkerung, während Hundefreunde mit ihren Vierbeinern eine Runde drehen.

Einem der Anwohner des Platzes sind Zirkusveranstaltungen, die dort ebenfalls gelegentlich stattfinden, offenbar ein Dorn im Auge. Er hat deshalb einen Brief an Bürgermeister Ulrich Schuster mit der Bitte geschrieben, für Zirkusveranstaltungen künftig keine Genehmigungen mehr auszusprechen, da ein Zirkus in einem Wohngebiet nichts zu suchen habe. Der Antragsteller verweist in diesem Zusammenhang auch und vor allem auf Lärm- und Geruchsbelästigungen, die von solch einem Unternehmen ausgingen. Auch Beschädigungen an dem Platz dürfe man nicht außer Acht lassen.

Um das Bild abzurunden, hatte Bürgermeister Schuster vor der jüngsten Sitzung des Indener Hauptausschusses einen Bericht seines Ordnungsamtes angefordert, das Angaben zur Genehmigung von Zirkusveranstaltungen auf dem Driesch zusammengestellt hatte.

Kein Einschränkungsbedarf

„Wir sehen keinen Einschränkungsbedarf“, erteilte CDU-Fraktionsvorsitzender Reinhard Marx bei der Beratung im Ausschuss dem Bürgerantrag eine Absage. Der Bereich sei schließlich als Festplatz ausgewiesen worden.

Durch Auflagen bei der Genehmigung und eine hohe Kaution sei das Ausmaß der Nutzung klar geregelt. Zudem stellten Zirkusveranstaltungen „eine Bereicherung für die Gemeinde“ dar, sagte UDB-Sprecher Herbert Schlächter. Ähnlich argumentierte Hella Rehfisch (Bündnisgrüne), die darauf hinwies, dass kleine Zirkusbetriebe, die gewöhnlich einmal jährlich in der Gemeinde Station machen, überwiegend mit Haustieren arbeiteten, deren artgerechte Haltung leicht zu gewährleisten sei. Zudem sei es für die Kinder wichtig, solche tierischen Artisten bei der Arbeit zu beobachten.

„Vorsorge ist getroffen worden“, wies auch Bürgermeister Ulrich Schuster noch einmal auf die stattliche Kaution in Höhe von 1000 Euro hin, die von Zirkus-Unternehmen verlangt wird, um mögliche Schäden begleichen oder Verschmutzungen ahnden zu können. Er bot zudem an, künftig vor einer Genehmigung bei den vorigen Standorten nachzufragen.

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