Der Brückenkopf-Park erstrahlt in mystischem Licht

Von: Otto Jonel
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Der Brückenkopf-Park wird im Oktober durch eine Lichtinstallation in bunten Farben erstrahlen. Foto: Jonel

Jülich. Eines ist jetzt schon sicher: Die Stromrechnung des Jülicher Brückenkopf-Parks wird im Oktober einen Ausschlag nach oben haben. Das Schöne daran: Niemanden wird es wirklich stören, denn der Grund für den Mehrverbrauch ist im wahrsten Sinne des Wortes einleuchtend. Wolfgang Flammersfeld, Lichtkünstler aus Unna, und sein Team werden zum zweiten Mal das Licht im Park einschalten.

Vom 18. Oktober bis zum 3. November darf man sich auf den Einbruch der Dunkelheit freuen und darauf, dass die „Herbstlicher im Park“ angehen. „Wir werden das Rad nicht neu erfinden, aber neben unseren Standards werden wir einiges Neues zeigen“, macht der Illuminator Lust auf Licht. Fliegende Stühle, Liebende im Fenster, Himmelsleiter oder Pyramide sind einige Schlagwörter, die Flammersfeld zum Strahlen bringen will.

Dabei liegt die Messlatte ziemlich hoch. Die Premiere im vergangenen Jahr hat jeden, der zwischen 19 und 23 Uhr den Park in völlig verändertem Licht erlebte, ins Schwärmen gebracht. Vor allem die Südbastion hatte es dem Lichtkünstler angetan, dass er in Gewölbegängen und Kammer seinem Spieltrieb mit LED-Strahlern und Dia-Projektionen freien Lauf lassen konnte.

Das wird bei der Neuauflage der Herbstlichter nicht wieder so sein – nur etwas anders halt. „Es wird auf jeden Fall mystisch - und auch mit der entsprechenden musikalischen Untermalung.“ Dabei wird Flammersfeld auf Eigenkompositionen setzen, um den Kostenfaktor GEMA-Gebühren auf Null zu drücken.

Zu den Neuerungen werden die „Guardians“ zählen, die Kunstgeschöpfe des Linzer Künstler Manfred Kielnhofers, die Flammersfeld in Jülich einsetzen will. Damit rückt die Herzogstadt in ein prominentes Umfeld an Veranstaltungsstandorten auf, denn Kielnhofers „Time guards“ waren unter anderem schon auf der Biennale in Venedig zu bestaunen.

Was und wie der Brückenkopf-Park letztendlich in welches Licht getaucht wird, lässt sich Flammersfeld selbst noch offen: „Unsere Stärke ist es, spontan zu entscheiden.“ Örtlichkeit, vorgefundene Objekte und die „natürliche Mitgift“ aus Freiflächen, Baum- und Strauchbestand haben Einfluss auf die Lichtgestaltung. Ein Konzept liegt dem Projekt selbstverständlich zu Grunde, betont Flammersfeld, aber es gewährt in der Umsetzung großen Freiraum.

Dass der Park kein unbekannter Lichtraum mehr ist, kommt dem Ausleuchter sicherlich entgegen. 2012, bei der Premiere, hatten, als das Licht ausging, 14.000 Besucher das Herbstleuchten erlebt. „Das waren so viele Besucher, dass wir alle zufrieden waren“, resümierte der kommissarische Park-Chef Hajo Bülles. Dabei war die Veranstaltung alles andere als vom Wetter begünstigt. „Wir leben von der Mund-zu-Mund-Propaganda“, sagt Flammersfeld selbstbewusst. Diese 14.000 dürften wiederkommen.

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