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Dem Klimawandel auf der Spur: Messflüge über Jülicher Börde und Eifel

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Jülich. Vom Flugzeug aus bestimmen Jülicher Umweltforscher noch in den nächsten zwei Wochen die Bodenfeuchte im Rureinzugsgebiet. In Messungen über der Jülicher Börde und der Eifelregion erfassen sie den Wassergehalt an der Oberfläche des Bodens.

Er beeinflusst den Austausch von Energie und Wasser zwischen Boden und Atmosphäre und ist ein Parameter, mit dem sich Wetter- und Flutvorhersagen verbessern lassen. Die Kampagne ist Teil eines deutschlandweiten Langzeitprojekts der Helmholtz-Gemeinschaft, in dem langfristige Folgen des Klimawandels auf regionaler Ebene untersucht werden.

Mit Mikrowellensensoren bestimmen die Jülicher Wissenschaftler zusammen mit Forschern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Feuchte des Bodens aus der Luft. Dabei nutzen sie zwei verschiedene Sensortypen, die sich genau ergänzen: ein Radar und ein Radiometer. „Je nach Boden wird bis in eine Tiefe von drei bis fünf Zentimeter gemessen“, erklärt Dr. Carsten Montzka vom Jülicher Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Agrosphäre. „Dabei misst das Radar räumlich sehr präzise, die Ermittlung des Bodenwassergehaltes ist aber stark von der Rauigkeit der Bodenoberfläche abhängig.“

Das passiv messende Radiometer ist dagegen weniger sensitiv: Es sendet selbst keine Signale, sondern empfängt elektromagnetische Strahlung von der Erdoberfläche. „Zwar in geringer räumlicher Auflösung, dafür können wir aus diesen Daten sehr exakte Werte für die Bodenfeuchte ermitteln“, sagt Montzka. Zudem werden Feuchtemessungen am Bodenvorgenommen.

Die Messflüge dienen dazu, zu untersuchen, wie sich die beiden Methoden optimal kombinieren lassen. Die Forscher entwickeln, testen und analysieren mit einem großen Ziel: dem Einsatz beider Messverfahren im Kombipack bei der NASA-Mission SMAP. Hier soll ab 2015 von Satelliten aus die Bodenfeuchte gemessen werden.

Die Messungen finden bis Mitte Mai wöchentlich statt. Geflogen wird zwischen 22 und 2.30 Uhr.

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