Das Wasser sieht man im Wasserwerk nicht

Von: Kr.
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Andreas Kayser (2.v. rechts) führte die interessierten Besucher durch das Jülicher Wasserwerk und hatte ihnen eine Menge zu Foto: Kròl

Jülich. „Wenn man zu Hause den Wasserhahn aufdreht, ahnt man ja gar nicht, was alles dazu gehört, bis das Wasser aus der Leitung fließt“, darin waren sich die 14 Leser der Jülicher Zeitung/Jülicher Nachrichten einig, die im Rahmen der Aktion Sommer-Tour der Lokalredaktion das Jülicher Wasserwerk an der Römerstraße besuchen konnten.

Da waren beispielsweise die Eheleute Ralf und Susanne Draheim, deren Kinder bereits mit der Schule das Werk besichtigt hatten und nun die günstige Gelegenheit nutzten, selbst einen Blick hinter die Mauern zu werfen. „Wir sind so ziemlich an allem interessiert und wir wollen nicht nur konsumieren, wir wollen auch wissen, was dahinter steckt“, erläuterten sie ihre Beweggründe an der Führung teilzunehmen.

Nicht anders sah es bei den übrigen Tour-Teilnehmern aus, ausgenommen vielleicht Alfred Sesterhenn, der bereits Kenner der Materie war. Der Rentner hatte früher in Wasserwerken im Düsseldorfer Raum gearbeitet und wollte nun einmal sehen, wie es die Kollegen machen und was sich alles geändert hat, seit er aus dem Beruf heraus ist.

Zerstört und wiedererrichtet

Ihnen allen erklärte der Abteilungsleiter des Wasserwerkes, Andreas Kayser, unterstützt von Elektromeister Dieter Wolff die moderne Wasserwirtschaft, ließ sie einen Blick in die Hallen mit den Wassertanks und den Pumpwerken werfen und gab die entsprechenden Erläuterungen. Auch auf die Geschichte des Wasserwerks ging er ein, das bereits 1902 in Jülich erbaut wurde, im Krieg vollkommen zerstört und dann am gleichen Standort wieder aufgebaut wurde. 1972 ging der Betrieb in die Hände der Stadtwerke über.

Aktuell versorgt es die gesamte Stadt mit Wasser aus drei Tiefbrunnen, bei denen aus 140 Meter Tiefe das Wasser gefördert wird. „Wir haben hier eine sehr gute Rohwasserqualität, die lediglich etwas Eisen enthält. Deshalb brauchen wir es kaum aufzuarbeiten, lediglich das Eisen wird herausgefiltert“, erklärt Kayser den interessierten Zuhörern.

300 Kubikmeter Wasser werden stündlich gefördert und übers Jahr 1,7 bis 1,8 Millionen Kubikmeter an den Verbraucher abgegeben. Solche Zahlen beeindruckten natürlich die Gäste, die eine interessante Stunde verlebten und viel Wissenswertes erfuhren. Eines allerdings haben sie auf ihrem Weg durch das Wasserwerk so gut wie gar nicht gesehen: Wasser. „Das“, so sagt Kayser, „befindet sich aus hygienischen Gründen in einem komplett geschlossenen System, das regelmäßig überwacht wird.“

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